Im Burgenland-Derby zwischen ASV Raiffeisenbank Zurndorf und ASV Nickelsdorf in der 1. Klasse Nord setzte sich die Elf von Christian Pinter mit 2:1 durch. Der Coach schildert eine Begegnung, die von Intensität und klaren Phasen geprägt war: ein starker Start mit ungenutzten Möglichkeiten – und eine zweite Hälfte, in der sein Team das Kommando übernahm.

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„Es war eine kampfbetonte, offene Partie, in der das Momentum zunächst auf unserer Seite lag. Wir haben gut begonnen, in den ersten 20 Minuten drei sehr gute Chancen herausgespielt, die leider ungenützt blieben. Danach haben wir ein bisschen den Faden verloren; das Match ist auf die Zurndorfer Seite gekippt. Sie haben den Führungstreffer gemacht und wir sind mit 0:1 in die Pause“, ordnet Pinter ein. In der 22. Minute traf Manuel Pethö zum 0:1 aus Nickelsdorfer Sicht.
Mit dem Wiederanpfiff kippte das Derby erneut – diesmal in Richtung der Gäste. Pinter bringt es auf den Punkt: „Nach der Pause war es meines Erachtens eine ganz klare Angelegenheit für uns. Wir waren taktisch besser, wir waren läuferisch besser, wir waren vom Einsatz und vom Willen her besser und sind auch verdient als Sieger vom Platz gegangen in diesem schönen Derby.“ Die Konsequenz sah man rasch auf dem Feld: In der 55. Minute stellte Tamas Horvath auf 1:1, nur 2 Minuten später drehte Marek Sovcik die Begegnung mit dem 2:1 (57.). Pinter weiter: „In der zweiten Halbzeit waren wir dann spielbestimmend, die Tore waren schön herausgespielt – mit ein bisschen mehr Nachdruck hätten wir vielleicht noch das eine oder andere nachlegen können.“
Den Schlüssel sieht der Trainer im Gesamtpaket aus Präsenz am Ball und Geschlossenheit: „Die Ballkontrolle lag auf Seiten des ASV Nickelsdorf. Wir waren da überlegen.“ Auf individuelle Auszeichnungen verzichtet er bewusst: „Der beste Spieler war die ganze Mannschaft, weil wir eine tolle, geschlossene Leistung abgerufen haben, in der jeder für den anderen gekämpft hat – das war der Schlüssel zum Sieg.“ Diskussionen blieben aus: „Schiedsrichter war auch in Ordnung. War sehr gut.“ Für die kommenden Aufgaben formuliert Pinter eine klare Marschroute und nimmt die jüngste Entwicklung mit: „Wir wollen den Lauf, den wir die letzten Wochen schon gehabt haben, jetzt mitnehmen und auch das nächste Spiel so angehen, dass wir wieder als Sieger vom Platz gehen.“