Beim Duell der 1. Klasse Nord zwischen dem ASV Nickelsdorf und UFC Purbach am See sprach Trainer Christian Pinter von einem leistungsgerechten Remis und hob die Mentalität seiner Mannschaft hervor: „Es haben beide Mannschaften eine top kämpferische Leistung abgerufen.“ Nickelsdorf erwischte den besseren Start, später erhöhten die Gäste den Druck; die kalten, regnerischen Bedingungen prägten zusätzlich den Abend.

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Pinter ordnete den Auftakt klar ein: „Die ersten 20 bis 25 Minuten waren auf unserer Seite.“ Diese Phase krönte ein schneller Führungstreffer: In Minute 3 brachte Matus Rybansky den ASV Nickelsdorf mit 1:0 in Front, und mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause (1:0). Nach dem Seitenwechsel kippte die Statik der Partie zunehmend in Richtung Purbach. Pinter lobte die Reaktion seiner Elf auf die Druckphase der Gäste: kämpferisch stark, diszipliniert in der Arbeit gegen den Ball. Gleichzeitig blieb Nickelsdorf bei Kontern gefährlich – Nadelstiche, die immer wieder für Entlastung sorgten und das Spiel offen hielten.
Beide Seiten erspielten sich ausreichend Möglichkeiten, um das Ergebnis in beide Richtungen zu drehen; laut Pinter hätte die Partie auch 2:2 oder 3:3 enden können. Besonders über Standards wurde Purbach gefährlich: präzise, druckvolle Eckbälle, die die Heimelf mehrfach zu konsequenter Strafraumverteidigung zwangen – mit etwas Glück in brenzligen Momenten. Die Gäste belohnten sich schließlich spät: In Minute 85 glich Ömer Akbiyik zum 1:1 aus. Dem gegenüber standen die sauber ausgespielten Umschaltmomente der Nickelsdorfer. Unterm Strich suchten beide Teams den Sieg – die einen über Dauerdruck und Standards, die anderen über Konter – und das Remis erwies sich als logischer Nenner. Strittige Szenen, die das Spiel hätten überlagern können, sah Pinter nicht.
Die Rahmenbedingungen waren aus Nickelsdorfer Sicht wenig einladend: kalt und regnerisch – es war, so Pinter, „nicht berauschend“. Eine besondere Einzel-Auszeichnung wollte er niemandem zuschreiben; im Vordergrund stand das Kollektiv. Sein Zwischenfazit: „Wir sind jetzt seit vier Spielen ungeschlagen.“ Die kommende Runde ist spielfrei, ehe am Freitag das Gastspiel in Wulkaprodersdorf ansteht. Ziel ist es, die Serie fortzuführen und erneut anzuschreiben – mit derselben Entschlossenheit, die schon gegen Purbach sichtbar war. Die Mischung aus frühem Zug zum Tor, leidenschaftlicher Defensivarbeit unter Druck und Präsenz bei Umschaltmomenten gibt dafür den Fahrplan vor. Wetterbedingt schweres Geläuf und ein Gegner mit wuchtigen Standards machten den Auftritt zur Reifeprüfung, die Nickelsdorf aus Pinters Sicht bestand – und deren Lehren nun in eine konzentrierte Trainingswoche ohne Spiel fließen sollen.