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Zurndorf verliert 0:4 in Wulkaprodersdorf – Milosevic: „Ergebnis geht in Ordnung“

Wulkaprodersdorf
ASV Zurndorf

Deutliche Worte nach dem Auswärtsauftritt: Miroslav Milosevic, Trainer von ASV Raiffeisenbank Zurndorf, ordnete die 0:4-Niederlage beim SV Wulkaprodersdorf ein und sprach offen über Ursachen und Wirkungsketten. Beim Duell des SV Wulkaprodersdorf mit dem ASV Raiffeisenbank Zurndorf in der 1. Klasse Nord dominierten am Ende Eigenfehler und fehlende Basics die Analyse; bis kurz vor der Pause wirkte die Partie aus seiner Sicht dennoch offen.


Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Klare Analyse ohne Ausreden

Milosevic machte keinen Hehl daraus, dass die Niederlage selbst verschuldet war. Er stellte die Deutlichkeit des Resultats nicht infrage und verknüpfte sie direkt mit den Versäumnissen seines Teams: „Ja, das Ergebnis geht in der Höhe in Ordnung, weil wir an dem Tag nicht gut genug waren und sehr viele Eigenfehler gemacht haben, die zu Toren geführt haben.“ Damit rückte er nicht einzelne Spielsituationen, sondern die Grundtugenden in den Mittelpunkt: keine Ausflüchte, klare Selbstkritik.

Der Knackpunkt vor der Pause und die Folgen

Im Rückblick zeichnete Milosevic ein Spielbild mit einem markanten Bruch: Bis kurz vor dem Seitenwechsel sei das Duell ausgeglichen gewesen, dann habe ein großer Fehler ohne Druck das 0:1 aus Zurndorfer Sicht eingeleitet – „wie ein Genickbruch“. Tatsächlich brachte Robert Richter Wulkaprodersdorf in der 40. Minute in Führung, Zurndorf lag zur Pause 0:1 zurück. Nach dem Wiederanpfiff schnürte Richter mit Treffern in der 54. und 66. Minute einen Dreierpack und bestrafte die Ballverluste konsequent. Den Schlusspunkt setzte Viktor Varga in der 73. Minute zum 0:4. Was vor dem Seitenwechsel noch offen erschien, geriet nach Wiederbeginn zunehmend einseitig, weil Zurndorf den Zugriff verlor und Wulkaprodersdorf die Fehler kalt nutzte.

Atmosphäre, Entscheidungen und der Blick nach vorn

Abseits der Tore blieb der Rahmen ruhig. Standardsituationen spielten laut Milosevic „keine ausschlaggebende Rolle“. Auch strittige Szenen waren aus seiner Sicht kein Thema: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel gut im Griff; es gab keine spielentscheidenden, strittigen Situationen.“ Zur Kulisse sagte er, die Stimmung sei „in Ordnung“ gewesen, auch wenn „nicht extrem viele Zuschauer“ anwesend waren. Den größten Hebel für die kommenden Wochen verortete der Trainer im Inneren der Mannschaft: „Der wichtigste Bereich ist die Einstellung der Spieler. Die Basics haben in diesem Spiel gefehlt; deshalb hatten wir über weite Strecken keinen Zugriff. Das müssen wir nächste Woche unbedingt verändern, wenn wir uns steigern wollen.“ Aus dieser Klarheit spricht weniger Frust als vielmehr eine konkrete Aufgabenliste: Haltung schärfen, Grundlagen einfordern, Zugriff zurückgewinnen – damit ähnliche Spielverläufe künftig gar nicht erst entstehen.

1. Klasse Nord: Wulkaprodersdorf : Zurndorf - 4:0 (1:0)

  • 73
    Viktor Szabolcs Varga 4:0
  • 66
    Robert Emanuel Richter 3:0
  • 54
    Robert Emanuel Richter 2:0
  • 40
    Robert Emanuel Richter 1:0

 

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