In der 20. Runde der 1. Klasse Nord setzte sich der UFC Podersdorf am See mit 1:0 gegen den FC Hill Jois durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Mate Fekete bereits in Minute sechs per Elfmeter – ausgelöst von einem wuchtigen Freistoß an die Innenstange. Danach blieben die Hausherren ihrer Linie treu: kompakt verteidigen, über die Außen Nadelstiche setzen. „Wir haben aus einer gesicherten Abwehr agiert und Jois über die Flügel wehgetan“, erklärte Trainer Franz Ziniel, dessen Team die frühe Führung konsequent verwaltete und den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.

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Podersdorf bekam genau das Spiel, das man sich vorgenommen hatte. Ziniel ordnete seine Mannschaft bewusst tiefer, weil „Jois heuer im Frühjahr die zweitbeste Mannschaft ist“. Man habe zudem „gehört, dass ihr Top-Torjäger Lazar Knezevic gesperrt war“, wollte sich aber nicht darauf verlassen: „Trotzdem wollten wir aus einer gesicherten Abwehr agieren und über Nadelstiche kommen.“ Die Führung fiel früh und genau aus diesem Muster: Freistoß von der halblinken Seite, Elias Kolarik wuchtet den Ball an die Innenstange, im Getümmel wird Maté Sipos von Dejan Sukala am Abschluss gehindert – Elfmeter. Mate Fekete blieb eiskalt und stellte in Minute sechs auf 1:0. „Dieses Tor hat uns in die Karten gespielt“, so Ziniel, der danach die Ordnung nicht aufgab und den Gästen wenig anbot.
Der Schlüssel lag für den Podersdorfer Trainer im Verbund ohne Ball. „Unsere Defensivabteilung hat sehr gut funktioniert, unser Torhüter war überragend“, lobte Ziniel und hob die Zentrale hervor: „Wir waren kompakt mit Mark Füleki und Simon Lentsch.“ Aus diesem „defensiven Korsett“ suchten die Hausherren immer wieder den schnellen Weg über die Flanken. „Wir wussten, dass Jois im Zentrum mit Spielern wie Fabian Helm sehr kompakt steht. Deshalb haben wir über die Außenspieler attackiert – über Elias Kolarik und Bernhard Unger – und so unsere Nadelstiche gesetzt.“ Die frühe Führung habe das Vorgehen zusätzlich gestützt: „Wir haben unsere defensive Aufgabe nie verlassen und im Konter immer wieder Akzente gesetzt“, erklärte Ziniel, der seine Mannschaft geduldig und diszipliniert arbeiten sah.
Auch dem Gegner zollte der Coach Respekt: „Der FC Hill Jois hat ein sehr kompaktes Zentrum. Deshalb haben wir das Zentrum gemieden und die Außenpositionen gesucht, um nicht in ihre Stärken zu laufen.“ Aus Podersdorfer Sicht ging der Plan über weite Strecken auf. „Wir waren es, die nach dem frühen Führungstor die Führung verwaltet haben – und das ist uns sehr gut gelungen. Jois hatte eigentlich kaum Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen“, sagte Ziniel. Im Fazit betonte er den Knackpunkt: „Der entscheidende Unterschied war, wer in Führung geht. Da wir vorne waren, konnten wir unser Spiel durchziehen.“ In der Tabelle „stehen wir mit 27 Punkten ordentlich da und sind im vorderen Drittel“. Der Blick richtet sich nun auf das Derby beim ASV Zurndorf: „Wir fahren als Außenseiter hin, aber nach den Siegen in Sankt Andrä und gegen Jois wollen wir uns mit Selbstvertrauen präsentieren und vielleicht einen Punkt mitnehmen.“ Besonders freut den Trainer die Entwicklung der Mannschaft: „Wir leben vom Teamgeist, vom Kollektiv. Mehrere Eigenbauspieler sind dazugekommen – Spieler wie Bernhard Unger oder Benjamin Steiner haben sich gut eingefügt. Im Frühjahr haben wir zwei Siege, drei Remis und nur eine Niederlage – gegen die spielstärkste Mannschaft aus Wallern. Der Klassenerhalt ist geschafft; jetzt wollen wir in dieser Komfortzone und auf einem Platz zwischen sechs und acht bleiben.“