In der 1. Klasse Nord musste Mönchhof gegen den ASV Raiffeisenbank Zurndorf eine bittere 0:1-Heimniederlage hinnehmen. In einem schnellen, kampfbetonten Spiel fiel die Entscheidung nach der Pause per Elfmeter. Zurndorfs Trainer Miroslav Milosevic, der selbst den Siegtreffer erzielte, sprach von einer starken Auswärtsleistung und hob besonders die stabile Defensive hervor: „Defensiv unsere beste Saisonleistung.“ Für den Tabellenführer war es ein Rückschlag, für die Gäste ein dreckiger, aber verdienter Dreier in einem Spiel mit wenigen klaren Chancen.

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Die Anfangsphase gehörte den Zweikämpfen, nicht den Chancen. „Es war ein sehr intensives Spiel mit hohem Tempo und vielen Zweikämpfen auf beiden Seiten“, erklärte Miroslav Milosevic. In dieser Tonlage blieb die Partie über weite Strecken: viel Druck auf den Ball, kaum freie Räume, mutiges Anlaufen – aber selten klare Abschlüsse. „Es waren nicht so viele Torchancen, weil das Spiel sehr von Zweikämpfen geprägt war“, so der Zurndorf-Coach. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen. Beide Teams arbeiteten hart gegen den Ball, suchten die Duelle und ließen sich defensiv kaum aus der Ordnung bringen. Genau diese Dichte im Zentrum nahm dem Tabellenführer im letzten Drittel den Schwung und hielt die Gäste voll im Spiel.
Nach der Pause kam der Knackpunkt: ein Standard, auf den Zurndorf gesetzt hatte. „Es war ein Eckball, den wir am Vortag im Training geübt haben. Das haben wir im Match gut umgesetzt“, schilderte Milosevic. Der Ball wäre, so seine Sicht, ins Tor gegangen, doch ein Mönchhofer klärte mit der Hand auf der Linie. „Meiner Meinung nach Tor und Rot. Der Schiedsrichter hat Gelb gegeben und auf Elfmeter entschieden.“ Den Strafstoß nutzten die Gäste eiskalt: Miroslav Milosevic verwandelte in Minute 59 zum 0:1. „Das war ein ganz wichtiger Moment. Es war so eine Partie, in der die Mannschaft mit dem ersten Treffer das Spiel wahrscheinlich gewinnt – und so war es am Ende auch.“
Der Weg zum Auswärtssieg führte über eine kompakte, konsequente Defensive. „Wir haben eine andere Formation gewählt. Die hat sehr gut funktioniert, weil wir dem Gegner sehr wenig Raum gelassen haben“, erklärte Milosevic. Sein Fazit fiel deutlich aus: „Was die Defensivarbeit betrifft, war das unsere beste Saisonleistung.“ Laut Coach ließ Zurndorf keine einzige klare Chance zu, verteidigte viele Mönchhofer Eckbälle sauber weg und blieb auch in hektischen Phasen stabil. Ein Sonderlob bekam der Keeper: „Ich möchte unseren Tormann, Niklas Hiermann, hervorheben. Wir werfen ihn immer wieder ins kalte Wasser, und er löst seine Aufgabe sehr gut.“ Kurz vor Schluss mussten die Gäste in Unterzahl fertigspielen: In der 84. Minute sah Samuel Antalek Rot. Am Ergebnis änderte das nichts mehr.
Mönchhof überraschte Zurndorf nicht. „Wir haben gewusst, wie sie spielen. Die Räume haben wir im Vorfeld mit der Umstellung zugemacht, und sie hatten keine Lösung parat“, sagte Milosevic. So blieb der Tabellenführer über 90 Minuten ohne zwingende Möglichkeiten, während die Gäste ihren Matchplan stoisch durchzogen. Auch dem Unparteiischen zollte der Trainer Respekt: „Es gab die eine oder andere strittige Situation, aber meiner Meinung nach hatte der Schiedsrichter das Spiel sehr gut im Griff – und das bei diesem Tempo und der Intensität.“ Mit dem 0:1 beim Spitzenreiter setzen die Zurndorfer ein klares Zeichen. „Die Mannschaft hat die vorgegebenen Aufgaben sehr gut umgesetzt.“ Auf dieser stabilen Basis will Milosevic nun weiter aufbauen.