In der 1. Klasse Nord feierte der UFC Pamhagen gegen den FC VEGANIS Sankt Andrä einen 2:1-Heimsieg nach 0:1 zur Pause. Für Trainer Dominik Gindl war es ein überlebensnotwendiger Dreier im Abstiegskampf. Spät glichen die Pamhagener durch Larion Menyhart aus, ehe Lukas Mihalik die Partie drehte. Gindl sagte: "Wir haben das Match mit Mentalität und Herz für unseren Verein gedreht."

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Pamhagen startete mit einem Nackenschlag: Bereits in Minute 6 lag der Ball nach einem Sankt-Andrä-Corner im eigenen Netz, als Eigentorschütze wurde Oliver Steinhofer geführt. Genau dieses starke erste Drittel bestätigte auch Dominik Gindl: "Die ersten 25 bis 30 Minuten haben sie dominiert." Erst ab der 30. Minute fand seine Elf besser ins Spiel. "Da sind wir zu Chancen gekommen", so der Coach. Zur Halbzeit stand es 0:1, doch in der Kabine legte Gindl nach. "Ich habe gesagt: Angst zu haben ist menschlich, auch ich habe Angst! Doch keiner soll sich selbst vorwerfen, dass wir nicht alles gegeben haben." Die Botschaft zündete, denn Pamhagen kam mit spürbar mehr Überzeugung zurück, blieb druckvoll und lauerte auf den Moment, in dem sich der hohe Aufwand endlich auszahlen würde.
Der Ausgleich fiel spät, aber verdient: In Minute 78 stellte Larion Menyhart auf 1:1. Gindl ordnete die Szene so ein: "Das 1:1 entstand nach einem Corner für Pamhagen." Danach blieben die Hausherren am Drücker – und legten nur vier Minuten später die Wende nach. In der 82. Minute traf Lukas Mihalik zum 2:1. Der Trainer beschrieb den Siegtreffer so: "Das 2:1 war eine super Solo-Leistung am Flügel von unserem Youngster Oliver Steinhofer, der unseren Zehner in Szene gesetzt hat. Das Lukas Mihalik ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub trifft und seine Torflaute beendet, diese Geschichten schreibt nur der Fussball."
Im Rückblick sprach Gindl offen über Stärken und Schwächen des Abends. "Spielerisch war es ein Rückschritt zur Vorwoche, aber kämpferisch und vom Einsatz her sind wir top", sagte er und hob die Physis hervor: "Konditionell sind wir in einem absoluten Topbereich. Doch noch wichtiger: Jeder meiner Spieler weiß, dass wir viel durchgemacht haben und für welchen Verein wir wöchentlich alles geben." Für den Coach war es ein Sieg der Gemeinschaft: "Diesen langersehnten Sieg haben wir als Einheitsleistung geholt. Wir gehen durch dick und dünn – nicht nur die Spieler, sondern der ganze Verein. Wir sind eine Einheit am Platz und daneben." Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte: "Sankt Andrä hat gute Spieler, die ersten 25 bis 30 Minuten haben sie dominiert. Der Trainer ist ein Topmann. Ich habe den größten Respekt vor diesem Verein." Positiv vermerkte er zudem: "Der Schiedsrichter war heute endlich einmal kein Thema." Mit Blick auf die Tabelle – Pamhagen aktuell auf Rang 11 (20 Punkte), Sankt Andrä auf 13 (12) – unterstreicht Gindl die Bedeutung: "Die drei Punkte waren für den Abstiegskampf überlebensnotwendig. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel, wir müssen jetzt weitermachen!"