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Patrick Castek (Trainer UFC RAIBA Purbach am See): „Mit einem Mann weniger noch auf den Sieg gedrängt“

SC Apetlon
UFC Purbach am See

Ein Burgenland-Krimi in der 1. Klasse Nord endete mit einem 3:2-Auswärtssieg für den UFC RAIBA Purbach am See beim SC Apetlon. Zur Pause führten die Gäste 1:0, am Ende stand nach spätem Hin und Her ein ganz später Sieger fest. Purbach ging früh durch Christian Rosner in Front, musste in der zweiten Hälfte den Ausgleich hinnehmen, legte durch Sebastian Iacovino-Protiwa wieder vor und kassierte in der Nachspielzeit noch das 2:2. Trotz einer Roten Karte gelang mit dem Schlusspfiff das 3:2 – der erste Purbacher Sieg im Jahr 2026, wie Trainer Patrick Castek betonte.


Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, leichte Vorteile – Purbach mit 1:0 in der Pause

Purbach erwischte den besseren Start und nutzte seine erste echte Möglichkeit eiskalt: In Minute 16 traf Christian Rosner zum 0:1. Das gab den Gästen Sicherheit, ohne dass die Partie kippen sollte. „Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel mit leichtem Vorteil für meine Mannschaft“, ordnete Patrick Castek später ein. Apetlon blieb dran und hatte seine Szenen, kam aber vor dem Wechsel nicht zum Abschlussglück. „Apetlon war zwei-, dreimal gefährlich, konnte den Ball aber nicht ins Tor bringen“, sagte Castek. So ging es mit der knappen, aber verdienten 1:0-Führung für Purbach in die Kabinen – ein Ergebnis, das zum Matchbild der ersten 45 Minuten passte.

Offener Schlagabtausch, späte Tore – und der Lucky Punch in Minute 96

Nach der Pause wurde es offener. Apetlon blieb am Drücker und belohnte sich spät: Laszlo David Olah glich in der 80. Minute zum 1:1 aus. Purbach antwortete jedoch schnell und brachte wieder Ruhe in die eigenen Reihen – Sebastian Iacovino-Protiwa stellte in Minute 85 auf 1:2. Doch der Abend drehte noch einmal: Paul Tschida traf in der 91. zum 2:2, kurz danach sah Purbachs Manuel Wimpassinger Rot (92.). „Nachdem wir dann das 2:1 geschossen haben, wollten wir das Spiel über die Zeit bringen, haben aber in der Nachspielzeit das 2:2 kassiert“, beschrieb Castek den Nervenkitzel. Seine Mannschaft ließ sich trotzdem nicht beirren. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir mit einem Mann weniger noch so auf den Sieg drängen.“ Genau das taten die Gäste – und Rosner setzte in der 96. Minute den entscheidenden Stich zum 2:3.

„Laufbereitschaft, Wille, mentale Stärke“ – Lob für Team, Gegner und Schiedsrichter

Die Erklärung für den Auswärtssieg lieferte der Purbach-Coach gleich mit. „Vor allem die Laufbereitschaft, der Wille zum Sieg, die mentale Stärke – besonders nach dem späten 2:2 – waren heute ausschlaggebend“, sagte Castek und freute sich über den „ersten Sieg 2026“. Ein Sonderlob bekam der Doppeltorschütze: „Ich möchte Christian Rosner heute hervorheben, der läuferisch, kämpferisch und mit seinen zwei Toren maßgeblich beteiligt war.“ Wertschätzende Worte gab es auch für den Gegner: „Apetlon ist eine gute, technisch hervorragend einzustufende Mannschaft. Man merkt aber, dass viele individuelle Akteure am Feld sind und weniger als Mannschaft zusammenarbeiten.“ Und sogar der Unparteiische bekam ein Extra-Kompliment: „Der Schiedsrichter hat einen hervorragenden Job gemacht.“ Für Purbach ist der späte Dreier mehr als nur Statistik – er gibt Rückenwind für die nächsten Runden.

1. Klasse Nord: SC Apetlon : Purbach am See - 2:3 (0:1)

  • 96
    Christian Rosner 2:3
  • 91
    Paul Tschida 2:2
  • 85
    Sebastian Iacovino-Protiwa 1:2
  • 80
    Laszlo David Olah 1:1
  • 16
    Christian Rosner 0:1

 

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