In der 1. Klasse Nord setzte sich der USC Wallern mit 4:2 gegen die NSC Juniors durch. Nach einem schnellen 2:0 der Gastgeber verkürzte Rejjan Abazi noch vor der Pause, ehe Wallern spät wieder zuschlug. Co-Trainer Sascha Simon fasste die Niederlage klar zusammen: "Jeder Abwehrfehler wurde eiskalt ausgenutzt und bestraft." Zur Halbzeit stand es 2:1, am Ende blieb den Juniors trotz zweier Tore von Rejjan Abazi nur Ernüchterung.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Wallern erwischte den besseren Start: In Minute 17 stellte Lukas Cambal auf 1:0, zehn Minuten später erhöhte Patrick Mayer auf 2:0. Genau diese Phase sah Sascha Simon als Knackpunkt. "Wir haben relativ flott in der ersten Halbzeit zwei Gegentore erhalten, waren 2:0 hinten", sagte der Co-Trainer. Das zweite Tor hob er besonders hervor: "Beim 0:2 gab es Unstimmigkeiten in der Abwehr, die sofort ausgenutzt wurden." Seine Elf meldete sich zwar zurück – Rejjan Abazi traf in der 34. Minute zum 2:1 –, doch der Plan war da schon über den Haufen geworfen. "Wir konnten nicht lange an unserem Matchplan festhalten, wegen der zwei schnellen Gegentore", so Simon. Mit dem 2:1 zur Pause war für die Juniors wieder etwas drin, die Hypothek blieb jedoch spürbar.
Aus der Kabine kam zunächst wenig Tempo, wie Simon schilderte: "Nach der Pause plätscherte das Spiel vor sich hin." Die Juniors suchten den Ausgleich, machten aber die entscheidenden Fehler erneut selbst. In der Schlussphase setzte Wallern den doppelten Stich. Zuerst traf abermals Lukas Cambal in der 82. Minute zum 3:1, nur zwei Minuten später legte Walter Engelbert das 4:1 nach. "Der Gegner hat noch mal zweimal eiskalt zugeschlagen", hielt Simon fest. Mehr als Ergebniskosmetik war für seine Mannschaft nicht mehr drinnen: Rejjan Abazi verkürzte in Minute 88 auf 4:2. Ein Lob für den Gegner gab es dennoch: "Wallern hat vorne eine sehr starke Offensive, Lukas Cambal hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt." Gleichzeitig sah Simon bei den Hausherren auch Momente der Anfälligkeit, die seine Elf jedoch zu selten bespielen konnte.
Woran es lag, brachte der Co-Trainer ohne Umschweife auf den Punkt: "Zum einen die Kommunikation untereinander und auch die Konsequenz im Eins-gegen-Eins." Weil der Matchplan durch die frühen Gegentreffer schnell zerbröselte, fehlte seiner Mannschaft die notwendige Stabilität. Auch zur Spielleitung äußerte sich Simon ausgewogen: "Im Großen und Ganzen war die Schiedsrichterleistung okay. Es gab einen Elfmeter für uns, der vielleicht ein bisschen strittig war. Den kann man geben, muss man nicht, er wurde gegeben – das ist hinzunehmen." Der Fokus liegt bereits auf dem nächsten Schritt. "Dieses Spiel so schnell wie möglich abhaken. Am Samstag haben wir das nächste schwere Spiel gegen Sankt Andrä, da gilt es, eine Reaktion zu setzen, damit wir nicht in einen Abwärtsstrudel kommen." Insgesamt bewertet Simon die Rückrunde seiner Truppe als ordentlich – daran will man anknüpfen. In der Tabelle stehen die NSC Juniors im Mittelfeld, während Wallern mit 39 Punkten auf Rang zwei unterwegs ist; Sankt Andrä hält derzeit bei 15 Zählern.