In der 1. Klasse Nord hat der UFC Podersdorf am See das Nachbarschaftsderby beim SC Frauenkirchen mit 2:1 gewonnen. Nach einem 0:0 zur Pause nahm die Partie erst spät richtig Fahrt auf, dann aber mit voller Wucht. Sportlicher Leiter und Co-Trainer Mario Eger sah vor allem den größeren Willen seiner Mannschaft als ausschlaggebend und brachte es nach dem Spiel knapp auf den Punkt: „Wir wollten den Sieg einfach mehr.“

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Lange Zeit war es genau das Spiel, das man in einem Nachbarschaftsduell erwarten durfte: eng, umkämpft und ohne viele klare Unterschiede. Eger beschrieb den Verlauf der ersten Hälfte so: „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen, mit kleinen Chancen auf beiden Seiten. Wir sind hinten wieder gut gestanden und haben nichts zugelassen.“ Das deckte sich auch mit dem Zwischenstand, denn zur Pause stand es 0:0. Aus Sicht des UFC Podersdorf am See war dabei vor allem wichtig, dass die Mannschaft defensiv stabil blieb und dem SC Frauenkirchen nur wenig anbot. Nach dem Seitenwechsel, so schilderte es Eger, kippte das Spiel dann leicht in Richtung der Gäste. „Nach dem Seitenwechsel kamen wir besser ins Spiel“, sagte der Co-Trainer und beschrieb damit eine Phase, in der Podersdorf mehr Zugriff bekam.
Was zuvor lange auf der Stelle getreten war, bekam in der Schlussphase plötzlich eine klare Richtung. In der 77. Minute brachte Botond Csóka den UFC Podersdorf am See mit 1:0 in Führung. Eger sprach dabei von einem schönen Spielzug, mit dem sich seine Mannschaft für die bessere Phase nach der Pause belohnte. Lange hielt diese Führung aber nicht. In der 83. Minute glich Filip Krchnak für den SC Frauenkirchen zum 1:1 aus, und genau diese kurze Phase nach dem eigenen Treffer ärgerte Eger im Rückblick besonders. „Gleich nach dem 1:0 hatten wir ein bisschen Probleme, prompt kassierten wir den Ausgleich. Die Konzentration war nicht da“, sagte er. Entscheidend war aus Podersdorfer Sicht dann, dass die Antwort sofort kam. Nur zwei Minuten später traf Marcel Haszonits zum 2:1, und Eger fand dafür deutliche Worte: „Wir wollten den Sieg mehr als Frauenkirchen und haben durch ein Traumtor von Marcel Haszonits genau ins Kreuzeck wieder die Führung gemacht.“ Diese zweite Führung brachte Podersdorf dann auch über die Zeit.
Für Eger hatte der Auswärtssieg nicht nur mit der Schlussphase selbst zu tun, sondern auch mit der Arbeit davor. „Es war eine gute Trainingswoche. Das Trainerteam konnte die Mannschaft wirklich gut auf dieses Spiel einstellen“, sagte er. Gerade in einem Derby sei das besonders wichtig, weil naturgemäß viel Emotion dabei sei. Eger hob deshalb nicht nur die Tore hervor, sondern auch die Umsetzung der Vorgaben: „Durch gutes Training und eine gute Ausführung der Vorgaben des Trainerteams konnten wir die drei Punkte einfahren. Ein großes Lob an die gesamte Mannschaft.“ Den Gegner wollte er trotz des Sieges nicht kleinreden. „Frauenkirchen ist keine schlechte Mannschaft, aber wir wollten den Sieg einfach mehr“, meinte er. Auch rund um die Partie selbst sah er keine großen Aufreger. „Es war ein ziemlich faires Spiel, im Großen und Ganzen gab es kein Problem“, sagte Eger. Entsprechend gut war die Stimmung nach dem Schlusspfiff, und der Blick geht beim UFC Podersdorf am See schon weiter: Am Wochenende wartet zu Hause das nächste Spiel gegen FC Sankt Andrä.