In der 1. Klasse Nord hat FC Hill Jois gegen ASV Nickelsdorf mit 0:2 verloren. Christian Pinter sah den Grund für den Auswärtserfolg vor allem in der spielerischen Überlegenheit seiner Mannschaft. Die Gäste gingen früh in Führung, ließen vor der Pause weitere Möglichkeiten liegen und brachten den Vorsprung danach mit einer stabilen Defensivleistung sicher über die Zeit. Damit blieb Nickelsdorf auch nach der dritten Runde ohne Punktverlust.

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Nickelsdorf war nach der Einschätzung von Christian Pinter vom Anpfiff weg voll da. "Wir sind von Anfang an wieder sehr gut reingekommen, haben einen guten, attraktiven und effektiven Fußball gespielt", sagte der Trainer. Das spiegelte sich auch rasch im Ergebnis wider. Bereits in der 4. Minute traf Matus Otapka zum 0:1, nachdem der Angriff laut Pinter stark über die Seite vorbereitet und mit einer ausgezeichneten Flanke in den Strafraum gebracht worden war. In der 17. Minute legte Otapka das 0:2 nach, diesmal nach einem starken Pass durch die Mitte. Für Pinter waren das nicht nur zwei frühe Treffer, sondern auch schön herausgespielte Tore. Gleichzeitig sprach er an, dass seine Mannschaft in dieser Phase noch mehr hätte mitnehmen können. "Da haben wir durchaus Top-Möglichkeiten gehabt, um mit 4:0, wenn nicht sogar 5:0 in die Pause zu gehen", sagte er und machte klar, dass die Chancenverwertung der einzige Punkt war, der ihm in einer starken ersten Hälfte nicht ganz gefallen hatte.
Nach dem Wechsel änderte sich der Charakter der Partie aus Sicht des Nickelsdorf-Trainers deutlich. Spektakulär wurde es nicht mehr, dafür kontrollierten die Gäste das Spiel laut Pinter sehr sauber. "In der zweiten Halbzeit haben wir es trocken runtergespielt", fasste er diese Phase zusammen. Von Jois sei wenig gekommen, weil seine Mannschaft defensiv sehr stabil auftrat. "Wir sind hinten bombenfest gestanden", sagte Pinter, der vor allem hervorhob, dass sein Team die vielen hohen Bälle des Gegners gut wegverteidigte. Genau darin sah er einen wichtigen Teil des Erfolgs, weil Jois nach seiner Wahrnehmung über weite Strecken fast nur mit hohen Zuspielen und dem Spiel auf zweite Bälle arbeitete. Nickelsdorf hielt dagegen, ließ Ball und Gegner laufen und gab dem Gastgeber kaum Möglichkeiten, wirklich Druck zu entwickeln. Im eigenen Umschaltspiel sah Pinter nach der Pause aber noch Luft nach oben. Mehrere Situationen seien nicht sauber fertig gespielt worden, weil der letzte Pass oder der letzte Drücker gefehlt habe.
Entscheidend war für Pinter deshalb nicht nur das frühe 0:2, sondern das Gesamtbild seiner Mannschaft über neunzig Minuten. "Das Entscheidende war wieder die spielerische Überlegenheit", erklärte der Trainer. Er sprach davon, dass Nickelsdorf an diesem Tag spielerisch und läuferisch top gewesen sei und "wenig bis gar nichts zugelassen" habe. Auch das unterschiedliche Mittel beider Teams strich er noch einmal heraus. Während Jois nach seiner Sicht fast nur auf hohe Bälle setzte, habe Nickelsdorf die spielerische Komponente in den Vordergrund gestellt und sich so die Chancen erarbeitet. Ganz ohne Gesprächsstoff blieb die Partie aus seiner Sicht zwar nicht, weil er den Schiedsrichter bei zwei, drei Entscheidungen als kleinlich empfand und auch einige knappe Abseitspfiffe ansprach. Das positive Fazit überwog aber klar. Pinter sprach von einem "sehr guten Auftritt" und einem "tollen Auswärtsergebnis". Mit drei Siegen aus drei Spielen steht Nickelsdorf damit weiter ganz oben, und auch der Ausblick des Trainers klang entsprechend selbstbewusst: "Wenn uns das auch noch gelingt, dass wir unsere Chancen zu Toren ummünzen, dann wird es ganz schwer für den Gegner gegen uns."