Spielberichte

"Mit dem 1:0 ist etwas Druck abgefallen" – Zurndorf holt den ersten Heimsieg

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ASV Zurndorf
UFC Podersdorf a. S.

In der 1. Klasse Nord hat sich ASV Raiffeisenbank Zurndorf am Samstag mit 1:0 gegen UFC Podersdorf am See durchgesetzt und damit den ersten Heimsieg eingefahren. Trainer Miroslav Milosevic sah vor allem den Treffer vor der Pause als Schlüsselmoment: "Mit dem 1:0 ist etwas Druck abgefallen." Weil Zurndorf früh Kontrolle bekam und danach kompakt blieb, reichte ein Tor zum Erfolg.


Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

Image by StockSnap from Pixabay

Zurndorf kommt gut hinein und belohnt sich früh

Die Gastgeber legten nach Einschätzung ihres Trainers den Grundstein schon in der Anfangsphase. "Wir sind in der ersten Halbzeit ziemlich gut ins Spiel reingestartet und haben sehr viel vom Spiel gehabt", sagte Milosevic nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft hatte die Partie laut dem Coach phasenweise unter Kontrolle und spielte sich auch mehrere große Chancen heraus. Ganz einseitig war die Sache aber nicht, denn auch Podersdorf kam aus seiner Sicht zu ein oder zwei guten Möglichkeiten. Den Unterschied machte schließlich die 18. Minute. Nach einem Einwurf, der weit in den Strafraum gebracht wurde, landete ein Abpraller bei Maximilian Sattler, der im Nachschuss zum 1:0 traf. Gerade weil diese Aktion zunächst nicht nach einer besonders gefährlichen Situation aussah, war der Treffer für Zurndorf umso wertvoller.

Die Führung verändert das Spiel aus Sicht der Gastgeber

Für Milosevic war genau dieses 1:0 der Moment, der seiner Mannschaft Ruhe gab. "Ganz wichtig war die Führung in der ersten Halbzeit, weil da etwas Druck abgefallen ist. Mit 1:0 in Führung spielt es sich etwas leichter", erklärte der Zurndorf-Trainer. Diese Aussage passte auch zum weiteren Verlauf bis zur Pause, denn Zurndorf blieb im Spiel und hätte nach Ansicht des Coaches sogar nachlegen können. "Wir hatten noch die ein oder andere große Chance, haben leider nicht das 2:0 gemacht", sagte er. Dass der zweite Treffer ausblieb, hielt die Partie offen. Umso höher war aus Sicht der Gastgeber der Wert dieses Vorsprungs, weil man es mit einem Gegner zu tun hatte, gegen den man die letzten drei direkten Duelle verloren hatte. Gerade deshalb war es für Zurndorf wichtig, diesmal selbst in Führung zu gehen und nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen.

Nach der Pause wird es zerfahren, Zurndorf bleibt aber stabil

Im zweiten Abschnitt änderte sich dann der Charakter der Begegnung deutlich. "In der zweiten Halbzeit war das Spiel etwas zerfahren, weil es viele Zweikämpfe und viele Fouls gab", beschrieb Milosevic die Phase nach dem Seitenwechsel. Es war also nicht mehr das Spiel mit vielen klaren Aktionen, sondern eines, in dem jeder Meter hart erarbeitet werden musste. Genau in solchen Partien, in denen der Rhythmus immer wieder unterbrochen wird, kommt es auf Ordnung und Kompaktheit an. Und gerade damit war der Trainer zufrieden. "Wir haben hinten eigentlich sehr stabil gestanden. Wir haben nicht so viel zugelassen und waren in der Defensive kompakt", sagte er. Besonders hob Milosevic hervor, dass seine Mannschaft die Zweikämpfe annahm und mit der nötigen Intensität spielte. Die Spieler hätten "richtig Gas gegeben in den Zweikämpfen", also genau das umgesetzt, was vor dem Anpfiff verlangt worden sei. So brachte Zurndorf die knappe Führung am Ende über die Zeit.

Viele Chancen als Pluspunkt, die Effizienz bleibt das Manko

Dass es beim 1:0 blieb, passte am Ende gut zu Milosevics Gesamtbild von diesem Nachmittag. Einerseits sah er viele Dinge, die ihm gefielen. Andererseits sprach er einen Punkt klar an, der das Spiel früher hätte entscheiden können. "Sehr positiv war, dass wir wieder viele Chancen herausgespielt haben. Das einzige Manko war die Torchancenauswertung", sagte der Trainer. Diese Einschätzung erklärt auch, warum es bis zum Schlusspfiff eng blieb, obwohl Zurndorf aus seiner Sicht über weite Strecken das aktivere Team war. Gleichzeitig strich Milosevic heraus, dass Podersdorf ein unangenehmer Gegner sei, der "aus dem Nichts" ein Tor machen könne und dann noch schwerer zu bespielen wäre. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft diesmal den knappen Vorsprung verteidigte und damit den ersten Heimsieg einfuhr. Auch mit der Leitung der Partie war er einverstanden: Der Schiedsrichter habe das intensive Spiel "sehr gut unter Kontrolle" gehabt. Für Zurndorf steht damit unter dem Strich ein Erfolg, der vor allem über eine starke erste Halbzeit, das Tor von Sattler und eine stabile Defensive zustande kam.

1. Klasse Nord: Zurndorf : Podersdorf - 1:0 (1:0)

  • 18
    Maximilian Sattler 1:0