In der 1. Klasse Nord hat ASV Raiffeisenbank Zurndorf gegen UFC Pamhagen einen 3:2-Heimsieg nach Pausenrückstand gefeiert. Zurndorf lag nach 45 Minuten 1:2 hinten, drehte die Partie nach dem Seitenwechsel aber noch. Trainer Miroslav Milosevic sah den Ausgleich zum 2:2 als Schlüsselszene und sagte danach: „Dann haben wir uns noch einmal gegenseitig motiviert und gepusht.“ Vor allem in der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft mehr für das Spiel getan und sei bis zum Ende am Drücker geblieben.

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Der Start verlief für die Gastgeber zunächst genauso, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Milosevic sprach von einem „sehr, sehr guten“ Beginn und schilderte gleich in der Anfangsphase einen stark herausgespielten Angriff, der zu einem Elfmeter führte. Den verwertete Miroslav Milosevic in der 4. Minute zum 1:0. Die Freude darüber hielt allerdings kaum an, denn praktisch im Gegenzug stellte Filip Janovsky in der 5. Minute auf 1:1. Der Zurndorf-Coach bezeichnete diesen Treffer als „goldenen Schuss“ und meinte, dass man so einen Ball „in den nächsten zehn Jahren“ wohl nicht oft sehen werde. Trotzdem hatte Zurndorf nach seiner Einschätzung weiter viel vom Spiel. „Wir haben sehr viel für das Spiel getan, haben das Spiel eigentlich auch gut kontrolliert“, sagte Milosevic. Noch bitterer war deshalb das 1:2 noch vor der Pause durch Rafael Leyrer in der 37. Minute. Hier sah der Trainer die Ursache klar bei der eigenen Mannschaft. Er sprach von einem zu leichten Ballverlust und davon, dass man danach hinten unorganisiert gewesen sei.
In der Kabine habe seine Mannschaft dann nicht den Kopf verloren, sondern an ihrer Linie festgehalten. „Wir haben gesagt, wir spielen so weiter wie bisher. Das hat gut funktioniert. Wir werden unsere Torchancen bekommen“, erzählte Milosevic. Genau so entwickelte sich die zweite Hälfte aus seiner Sicht auch. Zurndorf blieb aktiv, spielte weiter nach vorne und suchte immer wieder Lösungen. Der Lohn kam in der 67. Minute, als Maximilian Sattler den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Für Milosevic war dieses Tor der eigentliche Wendepunkt des Nachmittags. „Der entscheidende Moment war der Ausgleichstreffer zum 2:2, weil wir vor allem in der zweiten Halbzeit den Sieg einfach mehr wollten“, sagte der Trainer. Er sah danach noch einmal einen klaren Schub bei seiner Mannschaft. „Da haben wir uns noch einmal gegenseitig motiviert und gepusht, haben alles reingehauen, was wir hatten.“ Dieses 2:2 war für ihn deshalb nicht nur ein Treffer zum Gleichstand, sondern der Moment, in dem seine Mannschaft endgültig daran glaubte, die Partie noch ganz zu drehen.
Dass aus diesem Glauben am Ende tatsächlich drei Punkte wurden, lag nach Ansicht des Trainers an der Konsequenz, mit der Zurndorf weiter nachsetzte. In der 80. Minute machte Mark Baranyai das 3:2 und Milosevic beschrieb den Treffer als Ergebnis einer hartnäckigen Aktion. Er sprach von einer Dreifachchance nach einem schnellen Umschalten, bei der zunächst die Stange im Weg stand, dann ein weiterer Versuch über den Tormann gelupft wurde und schließlich erst im dritten Anlauf der Ball über die Linie ging. Genau dieses Nachgehen passte für ihn zum gesamten Auftritt nach der Pause. „Der ganz große Unterschied war, dass bei uns der Siegeswille um einiges größer war und wir den Sieg unbedingt wollten“, sagte Milosevic. Den Gegner erlebte er über weite Strecken kompakt, mit einigen langen Bällen, die Zurndorf aber „gut wegverteidigt“ habe. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden: „Der Schiedsrichter hat die Partie gut geleitet.“ Bemerkenswert war für ihn vor allem, dass seine Mannschaft nach dem 1:2 nicht aufgehört habe, an den Sieg zu glauben. Ganz ohne Kritik blieb der Nachmittag dennoch nicht. Bei einfachen Ballverlusten und in der Abstimmung gegen den Ball sieht er weiter Luft nach oben. So stand am Ende ein Heimsieg, den Milosevic zwar als verdient einstufte, zugleich aber nüchtern einordnete: „Ein Unentschieden wäre auch gerecht gewesen.“