Im Duell der 1. Klasse Süd mit USVS Hausbauführer Rudersdorf hielt Ewald Bogendorfer, Trainer des SV "Christbaum-Fröhlich" Kirchfidisch, seine Mannschaft in einer zähen, hochintensiven Partie auf Kurs. Das 1:1 spiegelte für ihn den Charakter des Spiels wider: lauf- und zweikampfbetont, in Halbzeit eins mit wenigen Chancen. Vor der Pause sah er Kirchfidisch mit mehr Spielanteilen, während Rudersdorf auf schnelle Umschaltmomente lauerte. Den zwischenzeitlichen Rückstand führte er auf einen Abwehrfehler zurück – umso höher bewertete Bogendorfer die Reaktion seines Teams, das in der Schlussphase zulegte und den Ausgleich erzwang. Das Remis sei „mehr oder weniger gerechtfertigt“.

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Die Begegnung startete ausgeglichen, mit leichten Ballbesitzvorteilen für Kirchfidisch gegen kompakt verteidigende Gäste, die über lange Bälle konterten. Halbzeit eins blieb chancenarm; für Kirchfidisch ragte ein Lattentreffer von Daniel Vlasics heraus, während Rudersdorf kaum zwingend wurde. Nach der Pause ging der Plan der Gäste auf: In Minute 54 stellte Mirza Malagic auf 0:1. Kirchfidisch reagierte mit zunehmendem Druck und wurde belohnt: In der 83. Minute glich Kevin Sagmeister zum 1:1 aus. Aus Sicht Bogendorfers ein folgerichtiger Schlusspunkt, weil seine Mannschaft in den letzten Minuten klar am Drücker war.
„Chancenmäßig hatten wir Vorteile“, resümierte Bogendorfer und verwies auf den „Lattenpendler“ von Daniel Vlasics vor dem Seitenwechsel sowie auf gute Möglichkeiten in der Schlussphase. Im Ballbesitz sah er sein Team ebenfalls vorn, warnte jedoch vor der Konterstärke des Gegners über lange Pässe. Bei ruhenden Bällen blieb es überschaubar: „In der ersten Halbzeit hatten wir zwei Kopfbälle durch Thomas Kulovics, leider wurden beide nicht verwertet. Ansonsten waren Standardsituationen Mangelware.“ Insgesamt ergab sich das Bild einer intensiven, taktisch geprägten Partie mit Vorteilen im Chancenplus für Kirchfidisch.
Taktisch zeigte sich Bogendorfer zufrieden: „Ich bin sehr zufrieden mit der Umsetzung unserer Vorgaben. Es war eine große Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche, man hat gesehen, dass die Mannschaft wieder top ist.“ Das Spiel sei laufintensiv und kampfbetont gewesen – kein spielerischer Leckerbissen, aber mit hoher physischer Präsenz auf beiden Seiten. Ein Sonderlob ging an das Referee-Team: der Schiedsrichter war ein sehr guter Leiter, hat eine klare Linie durchgehen lassen – von der ersten bis zur letzten Minute.“
Mit Blick auf die kommenden Wochen zeigte sich Bogendorfer zuversichtlich: „Nachdem jetzt die Verletzten – bis auf Philipp Toth – wieder an Bord sind, ist der Kader größer und breiter aufgestellt. Wir wollen die nächsten Wochen mit guter Einstellung angehen. Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel, wir in der Abstiegszone noch immer drin sind.“ Der Auftrag ist klar: auf der Leistungssteigerung aufbauen, die Wucht der Schlussphase konservieren und die Balance aus Ballkontrolle und Absicherung gegen Konter weiter schärfen.