Im Duell der 1. Klasse Süd bei USV Autohaus Fortmüller Neuhaus gegen SV \"Christbaum-Fröhlich\" Kirchfidisch schildert Ewald Bogendorfer eine Partie mit zwei Gesichtern: starker Beginn, dann der Bruch. Nach einem frühen Rückstand sah er sein Team zunächst spielbestimmend und mit klaren Chancen, ehe binnen Minuten individuelle Fehler die Richtung vorgaben. Er lobt Einsatz und Laufbereitschaft, hadert mit der Chancenverwertung und anerkennt zugleich die Klasse des Gegners – mit dem klaren Ziel, an der Effizienz im Abschluss sofort nachzuschärfen.

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Kirchfidischs Trainer ordnet die Begegnung mit einem Blick auf die erste halbe Stunde ein: „Wir waren in den ersten dreißig Minuten sehr gut im Spiel.“ Die Gastgeber gingen früh in Führung – in der 16. Minute stellte Thomas List auf 0:1. In dieser Phase fühlte sich seine Mannschaft im Plan, griffig in den Duellen und mutig in der Spielanlage. Die Botschaft aus der Coaching-Zone: Es war alles angelegt, um zurückzukommen – bis die Partie innerhalb weniger Minuten kippte.
Was folgte, beschreibt Bogendorfer als jenen Abschnitt, der den gesamten Verlauf prägte: drei Gegentreffer binnen vier Minuten – die schmerzliche Folge individueller Fehler, die das Momentum unwiderruflich verschoben. Neuhaus agierte gnadenlos effizient: Andreas Lackner traf in der 30. Minute zum 0:2, nur eine Minute später legte Andre Muhr das 0:3 nach (31.). Lackner erhöhte in der 33. auf 0:4 und schnürte vor der Pause mit seinem dritten Treffer in der 43. Minute den Hattrick – 0:5 zur Halbzeit.
Direkt nach Wiederbeginn setzte ein unglücklicher Moment den Schlusspunkt: Mate Kozma-Bognar lenkte den Ball in der 46. Minute ins eigene Tor – das 0:6 stand früh im zweiten Durchgang auf der Anzeigetafel. Trotz des deutlichen Resultats betont Bogendorfer die Haltung seines Teams: „Von der Einstellung und der Laufbereitschaft her sind wir zufrieden. Aber aus unseren klaren Chancen haben wir kein Kapital geschlagen – daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten.“ Für den Gegner findet er deutliche Anerkennung: „Neuhaus ist kompakt, hat sehr gute Fußballer – für mich eine Top-Mannschaft.“ Auch die Personallage spielte eine Rolle: Kapitän Christoph Schaffer fehlte weiterhin verletzt, ebenso war Dominik Brünner nicht einsatzfähig.