Spielberichte

2:2 in St. Michael: Salber vermisst bei Rudersdorf „ein, zwei Routiniers“

SV Sankt Michael
USVS Hausbauführer

Vier Treffer in 16 Minuten, dann war Schluss mit Toren: In der 1. Klasse Süd trennten sich der SV Sankt Michael und der USVS Hausbauführer Rudersdorf 2:2. Nach der wilden ersten Hälfte blieb die Partie nach der Pause offen, mit einem Stangenschuss für die Gäste und guten Möglichkeiten für die Heimischen. Co-Trainer Martin Salber sah sein junges Team kämpferisch stark, haderte aber mit dem verpassten Sieg: „Uns haben ein, zwei Routiniers gefehlt.“ In der Schlussphase wackelte das Remis, der entscheidende Treffer fiel jedoch nicht.


Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vier Tore vor der Pause – Freistoß als Höhepunkt

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, doch Rudersdorf hielt dagegen. „St. Michael war am Anfang sehr agil, aber wir haben gut dagegengehalten und sind nach Rückständen immer wieder zurückgekommen“, ordnete Co-Trainer Martin Salber ein. Die Anzeigetafel sprang früh an: In Minute 21 stellte Blaz Kocijan auf 1:0 für St. Michael. Rudersdorf antwortete nach einer halben Stunde – Mirza Malagic traf in der 32. Minute zum 1:1. Die Heimischen legten prompt nach, und wie: „Das 2:1 von St. Michael war ein super Freistoß, der genau gepasst hat“, sagte Salber über den Treffer von Zan Horvat in der 35. Minute. Doch die Gäste ließen nicht locker. Bereits in der 37. Minute glich Nico Weißinger zum 2:2 aus. Mit diesem Schlagabtausch ging es auch in die Pause.

Offene zweite Hälfte: Rudersdorf an der Stange – „Es hätte jeder treffen können“

Nach dem Feuerwerk vor der Pause blieb es im zweiten Durchgang torlos, aber keineswegs ruhig. Beide Teams suchten den Weg nach vorne, die Partie kippte mal in die eine, mal in die andere Richtung. Aus Rudersdorfer Sicht war die dickste Möglichkeit ein Aluminiumtreffer: „Unser Mirza Malagic hat in der zweiten Halbzeit die Stange getroffen, der Ball ist wieder rausgesprungen“, schilderte Salber. Dazu kam noch eine gefährliche Freistoßszene der Gäste. Gleichzeitig fand auch St. Michael in der Schlussphase gute Gelegenheiten vor. „Zum Schluss hatte St. Michael die Chancen, aber auch wir. Es war immer an der Kippe. Es hätte jeder das Tor schießen können“, fasste der Co-Trainer die offene zweite Halbzeit zusammen. Am Ende blieb es beim 2:2, weil beide Seiten die letzte Genauigkeit vermissen ließen.

„Hut ab vor den Buben“: Lob für die Jungen, Respekt vor dem Gegner, Schiri unauffällig

In seiner Analyse betonte Salber vor allem den Auftritt der vielen jungen Spieler in seinem Kader. „Das Wichtigste bei uns sind die Jungen und ihr Kampfgeist. Es war ein schwieriges Spiel – Hut ab vor dem, was die Buben die letzten Wochen abgeliefert haben. Die Konstanz mit so vielen jungen Spielern ist nicht selbstverständlich“, sagte er. Warum es nicht zum Auswärtssieg reichte, beantwortete er ehrlich: „Um so eine Partie auf unsere Seite zu ziehen, brauchst du ein, zwei routinierte Spieler. Uns haben da ein, zwei Routiniers gefehlt.“ Den Gegner sah er stark: „St. Michael war aggressiv, agil, zweikampfstark – auch mit vielen jungen Leuten.“ Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht nicht: „Der Schiedsrichter war okay, wirklich kein Fehler.“ Mit dem 2:2 zum Abschluss der 30. Runde beendet St. Michael die Saison mit 39 Punkten auf Rang acht, Rudersdorf bringt 26 Zähler und Platz 14 ins Ziel – und nimmt viel Rückenwind für die Weiterentwicklung der jungen Truppe mit.

1. Klasse Süd: Sankt Michael : Rudersdorf - 2:2 (2:2)

  • 37
    Nico Weißinger 2:2
  • 35
    Zan Horvat 2:1
  • 32
    Mirza Malagic 1:1
  • 21
    Blaz Kocijan 1:0