Spielberichte

„Für das kleine Zuberbach war das ein großer Erfolg“ – Brandstätter ordnet Zuberbach-Saison ein

SV Zuberbach

Der 1. Klasse Süd-Sechste zieht Bilanz: Beim SV Zuberbach überwiegt nach einer starken Saison mit Platz 6 und 53 Punkten die Zufriedenheit. Sektionsleiter Michelle Brandstätter spricht von einem Leistungssprung nach einem zuvor nervenzehrenden Jahr und stellt den Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Zugleich kündigt er einen Verjüngungskurs an und bestätigt den Abgang des Kapitäns. Die nächsten Wochen stehen im Zeichen des Umbruchs – mit klaren Zielen und spürbarer Vorfreude auf kommende Nachbarschaftsduelle.


Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rückblick mit klarer Botschaft

Michelle Brandstätter fand für die abgelaufene Spielzeit deutliche Worte – und vor allem zufriedene: „Die Saison war für uns sehr positiv. Mit dem sechsten Tabellenplatz war es besser, als wir erwartet haben.“ Der Sektionsleiter erinnerte daran, wie anders das noch im Vorjahr ausgesehen hatte: „Voriges Jahr haben wir lange um den Abstieg mitgespielt, heuer überhaupt nicht.“ Besonders wichtig war ihm, den Charakter der Gruppe hervorzuheben: „Für das kleine Zuberbach war das ein großer Erfolg. Man sieht, wie wichtig der Zusammenhalt in der Mannschaft und auch bei den Fans und im Vorstand ist.“ Mit 53 Punkten auf Rang 6 untermauert die nackte Tabelle dieses Gefühl, der Klub hat sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet und Stabilität gefunden.

Stabil hinten, Führung am Platz

Ein Schlüssel lag laut Brandstätter in der Arbeit gegen den Ball – und zwischen den Pfosten. „Unser Tormann hat Topleistungen gebracht. Wir haben, glaube ich, die wenigsten Gegentore bekommen“, sagte er, bewusst ohne große Zahlenhuberei, aber mit spürbarem Stolz auf die Defensive. Gleichzeitig verwies er auf den Taktgeber in der Zentrale: „Unser Spielmacher Ferenc Racz hat sich wirklich zu einem Spielmacher entwickelt und die Mannschaft sehr gut geführt.“ Diese Mischung aus sicherem Rückhalt und klarer Struktur im Mittelfeld gab Zuberbach über weite Strecken Halt. Beeindruckt hat Brandstätter in der Liga vor allem ein Gegner: „Es war sicher Neuhaus, die eine sehr starke Truppe gehabt haben und als Zweiter verdient aufgestiegen sind.“

Umbruch nimmt Fahrt auf

Ruhig bleibt es in Zuberbach trotz aller Zufriedenheit nicht. Der Kader soll verjüngt und neu ausgerichtet werden. „Jetzt fängt erst die Übertrittszeit an. Wir werden unseren Kader sicher verjüngen und umbauen“, erklärte Brandstätter. Der erste Einschnitt ist bereits fix: „Unser Kapitän ist nach Deutsch Schützen gewechselt.“ Zugleich bat der Funktionär um etwas Geduld, weil viele Gespräche gerade erst anlaufen: „Wir sind in der Anfangsphase. In ein, zwei Wochen sollten wir die Abgänge kompensiert haben.“ Positiv: Akut plagen den Verein laut Brandstätter keine Personalsorgen, „wir sind komplett“, wie er knapp zusammenfasste.

Neuer Kurs und Vorfreude auf Derbys

Sportlich richtet Zuberbach den Blick bereits nach vorne – samt einer Veränderung im Ligaumfeld. „Wir werden in Zukunft in der zweiten Klasse A Süd spielen“, kündigte Brandstätter an. Der Plan für die Premierensaison dort klingt bodenständig und ambitioniert zugleich: „Wir wollen natürlich eine gute Figur machen und im guten Mittelfeld mitspielen.“ Und weil Fußball in der Region auch vom Miteinander lebt, steigt die Vorfreude auf die Nachbarschaftsduelle: „Wir freuen uns schon auf die Derbys, sei es Schachendorf, Hannersdorf, Sziget, Deutsch Schützen.“ Zuberbach wirkt nach diesem Jahr gefestigt, weiß um seine Stärken und geht den Umbau entschlossen an – ohne große Sprüche, aber mit klarer Linie.