Burgenlandliga

SV Leithaprodersdorf: Konstanz, klare Entwicklung und große Ziele

In den vergangenen drei Saisonen zeigte der SV Leithaprodersdorf eine bemerkenswerte Konstanz. Die Mannschaft belegte jeweils einen Rang unter den Top fünf und bestätigte damit eindrucksvoll ihre stabile Entwicklung in der Burgenland-Energie-Landesliga. Trainer Mario Santner verfolgt dabei einen klaren Plan: Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung junger Talente sowie deren schrittweise Integration in die Kampfmannschaft.

In der abgelaufenen Meisterschaft überzeugte der SV Leithaprodersdorf über weite Strecken mit konstant starken Leistungen. Einen zwischenzeitlichen Durchhänger wie in der Saison 2024/25 gab es dieses Mal nicht, und der zweite Tabellenplatz spricht klar für die positive sportliche Entwicklung. Auch wenn Trainer Mario Santner zum Abschluss der Saison selbstkritisch meinte: „Der Vizemeistertitel ist zwar gut aussehend, aber der zweite Platz ist eben der erste Verlierer.“

Mit dem richtigen Feinschliff, zusätzlicher Erfahrung und gezielten Verstärkungen könnten die Leithaprodersdorfer künftig im Kampf um den Meistertitel ein ernstes Wörtchen mitreden.

 

Ligaportal sprach mit Trainer Mario Santner über sein Fazit zur abgelaufenen Saison, die Entwicklung der Mannschaft, die Kaderplanung und die Ziele für die kommende Spielzeit.

Ligaportal: Wie fällt Ihr persönliches Fazit zur abgelaufenen Saison aus?

Mario Santner: „Durchwegs positiv. Der Verein hat sich nach 50 Jahren wieder für den ÖFB-Cup qualifiziert. Was mich nicht positiv gestimmt hat, waren die zwei Niederlagen zum Saisonende. Dadurch haben wir den ersten Platz in der Rückrundentabelle verschenkt. Diese zwei Pleiten haben mir richtig wehgetan. Aber im Großen und Ganzen sind wir mit dem Saisonverlauf zufrieden.“

Ligaportal: Welche Ziele hatten Sie vor Saisonbeginn formuliert – und wurden diese erreicht?

Santner: „Mein Saisonziel ist immer gleich: Ich will alle Spiele gewinnen. Wir wollten vorn mitspielen, und das ist uns gelungen.“

Ligaportal: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Mannschaft – sowohl sportlich als auch im Teamgefüge?

Santner: „Vor drei Jahren, als ich in Leithaprodersdorf begonnen habe, war man zufrieden mit dem, was am Ende der Saison herausgekommen ist. Mittlerweile ist das Mindset ein anderes: Wir möchten uns von Saison zu Saison steigern. Natürlich sind dadurch auch die Ansprüche gestiegen, und genau diese Entwicklung taugt mir sehr.“

Ligaportal: Gab es in dieser Saison besondere Herausforderungen – sei es durch Verletzungen, Kaderplanung oder andere äußere Umstände?

Santner: „Wir hatten in der Meisterschaft den verletzungsbedingten Ausfall von drei Leistungsträgern zu beklagen: Stephan Heiss, Simeon Markhardt und Christian Berger haben uns gefehlt.“

Ligaportal: Wie fällt Ihr Fazit in Bezug auf die Jugendarbeit beziehungsweise die Entwicklung junger Spieler aus?

Santner: „Spieler, die vor drei Jahren noch die Jungen waren, sind jetzt die Alten und führen den Nachwuchs in die Kampfmannschaft ein. So entwickelt sich das System immer weiter.“

Ligaportal: Gibt es bereits fixe Abgänge oder geplante Neuzugänge?

Santner: „Als Zugänge haben wir Gergö Fönyedi von St. Margarethen, Manuel Haring von Schattendorf und Lukas Siegl, Götzendorf. Als Abgänge stehen Luca Wimmer nach Schattendorf und Ben Jakl nach Marienthal fest. Mit den Zugängen haben wir in der Breite an Qualität dazugewonnen. Ein Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft ist immer gut, denn im Frühjahr hat sich die Mannschaft teilweise von selbst aufgestellt.“

Ligaportal: Was sind die sportlichen Ziele für die kommende Saison?

Santner: „Das ist schwer zu sagen. Wenn man Vizemeister geworden ist, kann man in der nächsten Saison nicht mit dem fünften Platz zufrieden sein. Wir wollen den zweiten Tabellenrang bestätigen und möglichst alle Spiele gewinnen. Was danach herausschaut, werden wir am Saisonende sehen.“

Ligaportal: Die Auslosung zum ÖFB-Cup hat ergeben, dass Leithaprodersdorf in der ersten Runde Admira Wacker empfängt. Wie groß ist die Vorfreude auf dieses besondere Spiel?

Santner: „Das ist natürlich ein echtes Highlight für den Verein, die Mannschaft und das gesamte Umfeld. Ein Heimspiel im ÖFB-Cup und dazu noch ein attraktiver Gegner aus der Region – solche Spiele sind etwas Besonderes und eine Belohnung für die Arbeit der vergangenen Saison. Wir möchten uns gegen einen so namhaften Gegner bestmöglich präsentieren und dieses Fußballfest genießen. Auf jeden Fall werden wir versuchen, daraus einen richtigen Cup-Fight zu machen und der Admira das Leben so schwer wie möglich zu machen.“