In der 1. Klasse Süd hat USVS Hausbauführer Rudersdorf im Heimspiel gegen SV Sankt Michael eine 2:1-Pausenführung nicht über die Zeit gebracht und musste sich vor 1312 Zusehern mit einem 2:2 begnügen. Patrick Deutsch sah zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten und brachte die Partie klar auf den Punkt: „In der ersten Halbzeit hätten wir es klarmachen müssen.“ Weil nach der Pause fast nur noch die Gäste gefährlicher waren, ging das Remis für ihn am Ende in Ordnung.

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Die Partie hatte für die Gastgeber gleich einen unangenehmen Beginn, denn schon in der 8. Minute ging SV Sankt Michael durch Blaz Kocijan mit 1:0 in Führung. Patrick Deutsch sprach danach von einem schnellen Gegentor nach einem Eigenfehler, hob aber ebenso hervor, wie rasch seine Mannschaft reagierte. „Nach dem schnellen Gegentor haben wir durch den Elfmeter von Ibrahim Sahin Fussballgott sofort ausgeglichen und gleich darauf das 2:1 gemacht“, sagte er. Ibrahim Sahin stellte in der 12. Minute auf 1:1, nur drei Minuten später drehte Nico Weißinger die Partie auf 2:1. Für USVS Hausbauführer Rudersdorf war das die beste Phase des Abends. Deutsch sah in dieser ersten Hälfte viel Ballbesitz bei seiner Mannschaft und zugleich die große Möglichkeit, schon vor der Pause klarere Verhältnisse zu schaffen. Genau das gelang aber nicht, obwohl laut seiner Einschätzung genug Gelegenheiten da gewesen wären, um höher zu führen. So ging es mit einem knappen 2:1 in die Kabinen.
Was USVS Hausbauführer Rudersdorf in der ersten Hälfte noch gut im Griff hatte, kippte nach dem Seitenwechsel deutlich. „Nach der Halbzeit war es ein komplett anderes Bild“, sagte Deutsch, und diese Einschätzung deckt sich auch mit dem weiteren Verlauf. In der 55. Minute kam SV Sankt Michael durch Smajl Delic zum 2:2, und damit war das Spiel endgültig offen. Nun lagen die Vorteile von diesem Zeitpunkt an klar bei den Gästen. „In der ersten Halbzeit hätten wir es klarmachen müssen. In der zweiten Halbzeit war SV Sankt Michael näher am Sieg. Trotzdem ist es ein gerechtes 2:2-Unentschieden geworden“, meinte Deutsch. Besonders eine Szene blieb ihm dabei hängen: ein gefährlicher Lattenschuss von SV Sankt Michael beim Stand von 2:2, der nach seiner Einschätzung auch das Siegtor hätte sein können. Dass USVS Hausbauführer Rudersdorf in dieser Phase kaum noch zu zwingenden Chancen kam, war für ihn ein wesentlicher Grund dafür, dass aus der Führung nur ein Punkt wurde.
Deutsch beließ es nach dem Schlusspfiff nicht bei der reinen Ergebnisbewertung, sondern nannte auch die Punkte, die seiner Mannschaft nach der Pause das Leben schwer machten. „In der ersten Halbzeit hatten wir viel Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit hat das gar nicht mehr funktioniert, weil wir sehr viele Bälle verloren haben und in den Zweikämpfen zu fahrlässig waren“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht ein Gegner, der stärker auftrat als erwartet. SV Sankt Michael sei „überraschend stärker als im Frühjahr“ gewesen, erklärte Deutsch und hob besonders Blaz Kocijan hervor, der als robuster, ballhaltender Stürmer viele Angriffe vorbereitete und damit auch Räume über die Seiten öffnete. Mit der Leistung des Schiedsrichters hatte er dagegen kein Thema: Der Elfmeterpfiff sei gut erkannt gewesen, strittige Szenen habe es kaum gegeben. Viel Zeit zum Hadern will man in Rudersdorf ohnehin nicht verlieren. „Der Fokus liegt schon wieder auf dem schweren Auswärtsspiel in Kirchfidisch, wo man letzte Saison auch nicht gewinnen konnte“, sagte Deutsch. Nach zwei Runden stehen damit sowohl USVS Hausbauführer Rudersdorf als auch SV Sankt Michael bei vier Punkten.