In der 1. Klasse Süd hat ASK Jabing gegen Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn mit 3:2 gewonnen, obwohl es nach einer klaren Führung in der Schlussphase noch einmal eng wurde. Zur Pause stand es 1:0, danach zog Jabing auf 3:0 davon, ehe zwei späte Gegentreffer die Partie plötzlich wieder öffneten. Christian Gansfuss sprach dennoch von einem verdienten Sieg und einer über weite Strecken klaren Vorstellung seiner Mannschaft.

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Christian Gansfuss hatte schon beim Blick auf die erste Halbzeit keinen Zweifel daran, welches Team mehr vom Spiel hatte. „Vom Beginn weg waren wir eigentlich die dominierende Mannschaft. Wir haben mehr Ballbesitz gehabt, mehr Chancen gehabt und mehr getan als Deutsch Kaltenbrunn“, sagte der Obmann von ASK Jabing. Das Problem war aus seiner Sicht zunächst nur die Chancenverwertung. Nach seinen Worten ließ die Heimelf vor der Pause gleich drei oder vier ganz klare Möglichkeiten liegen und hätte schon zu diesem Zeitpunkt höher führen müssen. Umso wichtiger war daher der Treffer in Minute 45, als Luka Grgic doch noch das 1:0 erzielte. Für Gansfuss war genau das der entscheidende Moment vor dem Seitenwechsel. „Das 1:0 kurz vor der Halbzeit war wichtig. Wir hätten schon höher führen müssen, aber es war wichtig, dass wir mit dem 1:0 in die Halbzeit gegangen sind“, sagte er.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Gansfuss keine andere Partie. ASK Jabing blieb das aktivere Team, spielte weiter nach vorne und suchte konsequent den Weg zum nächsten Tor. Bevor Jure Travner in der 62. Minute auf 2:0 stellte, ärgerte sich der Funktionär noch über eine Szene aus Minute 55. „Da war ein Elferfoul an Jure Travner. Das war aus meiner Sicht ein klarer Elfmeter“, sagte Gansfuss. Der aus seiner Sicht ausgebliebene Pfiff änderte aber nichts daran, dass Jabing die Begegnung weiter kontrollierte. Travner erhöhte wenig später auf 2:0, nur drei Minuten danach legte Jan Humar das 3:0 nach. Besonders gefiel Gansfuss, dass die Treffer nicht zufällig fielen, sondern herausgespielt waren. „Es waren alles rausgespielte Tore, über mehrere Stationen. Alle drei Tore waren schöne Tore“, sagte er und strich damit den spielerischen Anteil an der klaren Führung hervor.
Bis tief in die zweite Halbzeit hinein schien der Heimsieg damit schon sauber auf Schiene zu sein. Gansfuss beschrieb Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn lange als eher abwartend, gerade im ersten Durchgang hätten die Gäste nur wenig getan. „Sie sind eigentlich erst ganz zum Schluss aufgewacht“, sagte er. Nach seiner Einschätzung hatte ASK Jabing die Partie bis in die Schlussphase hinein im Griff. „Bis zur 80., 85. Minute haben wir es unter Kontrolle gehabt“, erklärte Gansfuss. Erst danach änderte sich das Bild. Nikolaus Pummer verkürzte in der 90. Minute auf 3:1, in der Nachspielzeit traf Dominik Potzmann auch noch zum 3:2. Dadurch wurde es am Ende doch noch unruhig. „Mit dem Anschlusstreffer ist es ein bissl hektisch geworden. Da sind wir in den letzten Minuten mit den Wechseln ins Wanken geraten“, meinte Gansfuss. Sein Satz dazu brachte die Schlussphase auf den Punkt: „Wir haben uns fast um die Früchte gebracht.“
Trotz des unnötig knappen Endes wollte der Obmann den Auftritt seiner Mannschaft insgesamt klar positiv einordnen. Für ihn lag der Schlüssel nicht nur in den drei Treffern, sondern vor allem im gemeinsamen Arbeiten gegen den Ball und in den gewonnenen Zweikämpfen. „Wir haben uns als Mannschaft präsentiert. Einer ist für den anderen gelaufen. Wir waren aggressiv in den Zweikämpfen und haben als Mannschaft gut agiert“, sagte Gansfuss. Genau darin sah er auch den entscheidenden Unterschied zu den Gästen. ASK Jabing habe sich das Chancenplus erarbeitet und sei in den direkten Duellen besser gewesen. Deshalb fiel sein Gesamturteil am Ende eindeutig aus. „Wir waren sicher die bessere Mannschaft. Der Sieg geht völlig in Ordnung“, sagte Gansfuss. Nach drei Runden hält ASK Jabing damit bei sechs Punkten und kann aus diesem Heimsieg vor allem das Positive mitnehmen: über weite Strecken Kontrolle, drei herausgespielte Tore und eine Mannschaftsleistung, die laut Gansfuss die Grundlage für den Erfolg war.