In der 1. Klasse Süd hat FC Minihof-Liebau gegen USVS Hausbauführer Rudersdorf eine klare 1:9-Heimniederlage kassiert. Aus Sicht der Gäste war der Weg zu den drei Punkten schon ganz früh vorgezeichnet. Trainer Markus Öller machte vor allem den Blitzstart und die starke Chancenverwertung vor der Pause als Gründe für den deutlichen Auswärtssieg aus, auch wenn ihm die zweite Hälfte nicht mehr ganz gefallen hat.

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Länger als eine Minute brauchte Rudersdorf nicht, um die Partie auf seine Seite zu ziehen. Nikola Mutak brachte die Gäste sofort in Führung und setzte damit genau jenen Ton, den sich Öller von seiner Mannschaft erhofft hatte. Der Trainer brachte es nach dem Spiel knapp und deutlich auf den Punkt: „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet. Das 1:0 gleich nach dem Anstoß war natürlich ideal.“ Dieser frühe Treffer gab den Gästen sofort Sicherheit. Als Mutak in der 18. Minute auch das 0:2 nachlegte, war für Öller schon sehr viel entschieden. „Nach dem 2:0 nach zwanzig Minuten war ich mir eigentlich sicher, dass wir diese Partie nicht mehr aus der Hand geben“, sagte er. Dass Rudersdorf danach nicht nachließ, zeigte sich nur wenige Minuten später erneut. Nico Weißinger erhöhte in der 23. Minute auf 0:3, ehe Mutak mit seinem dritten Treffer des Tages in der 29. Minute schon auf 0:4 stellte.
Damit war die erste Halbzeit noch lange nicht zu Ende, aber die Richtung der Partie war längst klar. In der 34. Minute fielen gleich zwei Tore: Zunächst erhöhte Ibrahim Sahin auf 0:5, kurz darauf kam Minihof-Liebau durch Muhammed Emin Korkusuz zum 1:5. Auch dieses Gegentor brachte Rudersdorf nicht aus dem Tritt. Sahin traf in der 37. Minute zum 1:6 und kurz vor der Pause noch einmal zum 1:7. Gerade diese erste Hälfte hob Öller nach dem Spiel besonders hervor. „Die größte Stärke war in der ersten Halbzeit die Chancenverwertung“, sagte der Rudersdorf-Trainer, und das lässt sich an der Torfolge klar ablesen. Seine Mannschaft hatte das Spiel früh im Griff und nutzte die Möglichkeiten konsequent. Entsprechend zufrieden war er mit dem Auftritt bis zum Seitenwechsel: „Die erste Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe.“
Nach der Pause blieb Rudersdorf zwar klar überlegen, ganz so zufrieden wie mit den ersten 45 Minuten war Öller mit dem weiteren Verlauf aber nicht mehr. „Verbesserungspotenzial gibt es immer. In der zweiten Hälfte haben wir das Tempo ein bisschen rausgenommen“, sagte er offen. Für ihn war das bei einer so klaren Führung erklärbar, aber eben nicht ganz nach seinem Geschmack. „Bei einer 5:0-Führung ist klar, dass nicht mehr jeder aufs Ganze geht“, meinte Öller, der damit die etwas ruhigere zweite Hälfte einordnete. Am Ergebnis änderte das freilich nichts mehr. In der 76. Minute stellte Mutak mit seinem vierten Treffer auf 1:8, ehe Alen Jovanovic in der 81. Minute den 1:9-Endstand fixierte. Diskussionen über strittige Szenen gab es aus Öllers Sicht kaum. „Einen Handelfmeter hätte man vielleicht geben können, aber sonst war die Schiedsrichterleistung top“, sagte er. Mit dem klaren Auswärtssieg hält Rudersdorf nach fünf Runden bei zehn Punkten und bleibt in der Spitzengruppe der Liga dabei.