Spielberichte

„Drei Standards haben das Spiel entschieden“ – Riedlingsdorf wird erneut bei ruhenden Bällen bestraft

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Riedlingsdorf
SV Sankt Michael

In der 1. Klasse Süd hat Riedlingsdorf am Samstag gegen SV Sankt Michael mit 2:3 verloren. Trainer Semir Huremovic sah den Hauptgrund nach der Partie klar in den Gegentoren nach ruhenden Bällen. „Drei Standards haben das Spiel entschieden“, sagte er und brachte damit einen Nachmittag auf den Punkt, an dem seine Mannschaft zwar zurückkam, sich mit unnötigen Fehlern aber wieder selbst schadete.


Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Frühe Gegentreffer bringen Riedlingsdorf rasch unter Druck

Die Partie kippte aus Sicht der Gastgeber schon in der Anfangsphase. In der 13. Minute brachte Arnold Zimmerl die Gäste mit 1:0 in Führung, nachdem ein hoher Ball in den Strafraum nach Huremovics Schilderung zu einem klaren Handspiel geführt hatte. „Marcel Piff hat ihn dann auf die Hand bekommen und im Endeffekt war es ein klarer Elfmeter“, sagte der Riedlingsdorf-Trainer. Vier Minuten später folgte schon das 0:2 durch Zan Horvat. Auch diesem Treffer ging laut Huremovic ein Handspiel voraus, nachdem sein Team den Ball zunächst nicht per Kopf klären konnte. Der folgende Freistoß vom Sechzehner saß. „Der Knackpunkt waren die zwei frühen Gegentreffer, also der Elfmeter und der Freistoß, den wir bekommen haben“, hielt Huremovic fest. Genau diese beiden Situationen hätten das Spiel früh in eine ungünstige Richtung gedrückt.

Jurinic verkürzt, doch auch das dritte Gegentor fällt nach einem ruhenden Ball

Ganz weg war Riedlingsdorf trotz des schlechten Starts aber nicht. In der 34. Minute gelang Dorian Jurinic der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2, mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause. Huremovic meinte, seine Mannschaft habe es damit noch einmal geschafft, in die Partie zurückzukommen. Entscheidend sei dann aber gewesen, dass die Gäste weiter eiskalt blieben. In der 73. Minute stellte Jonas Sziderits auf 1:3, und wieder sah der Riedlingsdorfer Trainer eine Standardsituation als Ausgangspunkt. Er schilderte eine hohe Hereingabe aus dem Halbfeld, einen abgewehrten Ball im Bereich des Fünf-Meter-Raums und danach den Treffer. Das späte 2:3 durch Marijan Markovic in der Nachspielzeit kam für die Hausherren letztlich zu spät, um die Niederlage noch abzuwenden. So blieb unter dem Strich das Gefühl, dass Riedlingsdorf zwar bis zum Ende im Spiel war, den Rückstand aber nie mehr ganz korrigieren konnte.

„Die ersten drei Torschüsse waren drei Tore“

In seiner Analyse legte Huremovic den Finger vor allem auf zwei Punkte: die eigene Ineffizienz und die gnadenlose Ausbeute des Gegners. „Der letzte Pass war wieder das, was nicht funktioniert hat. Die Chancenauswertung, darüber müssen wir in letzter Zeit hadern“, sagte er. Gleichzeitig zollte er Sankt Michael Respekt für die Konsequenz vor dem Tor. „Die ersten drei Torschüsse waren drei Tore. Wenn man so effizient ist, gewinnt man auch die Spiele.“ Trotz der drei Gegentreffer stellte der Trainer seiner Mannschaft in anderen Bereichen kein schlechtes Zeugnis aus. „Das Bemühen war da. Man sieht, jeder hat alles gegeben. Bis auf die individuellen Fehler sind wir als Mannschaft trotzdem gut gestanden“, sagte Huremovic. Besonders deutlich fiel seine Einschätzung zur Defensivarbeit aus: „Der Gegner hatte keine einzige Torchance aus dem Spiel heraus.“ Eine Szene sprach er trotzdem an. „Beim Stand von 1:2 war das leider eine brutale Fehlentscheidung“, sagte Huremovic und schilderte eine Aktion, in der seine Mannschaft aus seiner Sicht frei durch gewesen wäre. Gleichzeitig schob er aber nach, dass man sich darauf nicht ausreden dürfe.

Standardschwäche bleibt Thema, sieben Punkte sind das nächste Ziel

Damit blieb Riedlingsdorf nach sieben Runden bei zehn Punkten und liegt weiter im Mittelfeld der Tabelle, während Sankt Michael mit 15 Zählern auf Rang vier steht. Für Huremovic ist die Linie nach diesem Spiel trotzdem klar. Was seine Mannschaft schon die ganze Saison begleite, habe sich auch diesmal wieder gezeigt. „Wir kriegen aus dem Spiel heraus keine Tore, sondern fast neunzig Prozent unserer Gegentreffer über Standards. Das tut uns sehr weh“, sagte er. Genau dort müsse man ansetzen, dazu komme mehr Konsequenz in der Offensive. „Jetzt gilt es, in der Offensive effizienter zu werden und unsere defensive Standardschwäche zu verbessern.“ Der Blick geht deshalb sofort nach vorne. Huremovic formulierte das Ziel ohne Umwege: „Wir müssen in den nächsten drei Spielen unbedingt sieben Punkte holen.“

1. Klasse Süd: Riedlingsdorf : Sankt Michael - 2:3 (1:2)

  • 92
    Marijan Markovic2:3
  • 73
    Jonas Sziderits 1:3
  • 34
    Dorian Jurinic 1:2
  • 17
    Zan Horvat 0:2
  • 13
    Arnold Zimmerl 0:1