In der 1. Klasse Süd hat Riedlingsdorf am Samstag SV Güssing mit 3:0 besiegt und damit den nächsten Heimsieg eingefahren. Nach dem 1:0 zur Pause legten die Gastgeber in Halbzeit zwei nach und ließen laut Trainer Semir Huremovic über die gesamten 90 Minuten kaum Zweifel aufkommen. Vor allem die defensive Stabilität stellte er heraus, dazu sprach er von einem „absolut gerechten“ Erfolg, der aus seiner Sicht sogar höher hätte ausfallen können.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Semir Huremovic musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er diese Partie einordnet. „Von der ersten bis zur neunzigsten Minute war das eine klare Sache“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft über weite Strecken als das aktivere Team sah. Schon in der 15. Minute brachte Fabian Kottuscheck die Gastgeber nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Huremovic sprach dabei von einer „super Aktion“ und einem „super Eckball“, den sein Spieler verwertete. Bis zur Pause blieb es zwar bei diesem einen Treffer, trotzdem hatte Riedlingsdorf das Spiel nach seiner Einschätzung im Griff, arbeitete sich gute Aktionen nach vorne heraus und ließ den Gästen nur wenig Raum, um selbst einmal in die Partie zu finden.
Trotz der Kontrolle war dem Riedlingsdorf-Coach klar, dass beim Stand von 1:0 noch Vorsicht gefragt war. „Solang es 1:0 steht, kann immer was passieren. Da kann immer einmal ein Freistoß, ein Eckball oder eine Standardsituation reingehen“, erklärte Huremovic. Genau deshalb hatte für ihn das 2:0 so großes Gewicht. In der 61. Minute erhöhte Marijan Markovic, nach Darstellung des Trainers per Elfmeter, und für Huremovic war damit die Richtung endgültig klar. „Nach dem 2:0 war uns dann klar, dass wir das Spiel gewinnen werden.“ Zehn Minuten später legte Markovic in der 71. Minute noch einmal nach. Das 3:0 war für den Trainer ebenfalls sehenswert, weil es „super herausgespielt über die rechte Seite“ gewesen sei. So wurde aus einer klaren Führung am Ende auch ein klarer Endstand.
Die Basis für den klaren Erfolg sah Huremovic aber nicht nur in den drei Treffern, sondern vor allem in der Arbeit gegen den Ball. „Unsere größte Stärke ist die defensive Stabilität. Wir stehen defensiv richtig gut und lassen nichts zu“, sagte er. Diese Einschätzung unterstrich er mit einem deutlichen Hinweis: Güssing habe in den 90 Minuten „keinen einzigen Torschuss“ gehabt. Die Gäste versuchten es nach seiner Beobachtung mit kompakter Defensive und Nadelstichen nach vorne, doch gerade diesen Teil des Plans habe seine Mannschaft sauber wegverteidigt. „Defensiv war das okay, aber nach vorne haben wir das gut verteidigen können“, meinte Huremovic über den Gegner. All das passte ins Bild eines aus seiner Sicht sehr kontrollierten Nachmittags.
Mit dem 3:0 bleibt Riedlingsdorf als Aufsteiger weiter auf einem guten Weg. Nach neun Spielen stehen 16 Punkte zu Buche, in der Tabelle bedeutet das aktuell Rang sechs. Huremovic machte kein Geheimnis daraus, dass er mit diesem Verlauf sehr zufrieden ist. „Ich glaube, dass keiner erwartet hätte, dass wir nach neun Spielen sechzehn Punkte haben. Das ist schon ein großer Erfolg als Aufsteiger“, sagte er. Gleichzeitig richtete er den Blick sofort nach vorne. In der kommenden Runde wartet mit FC Minihof-Liebau das Schlusslicht, doch an Unterschätzung denkt er nicht. „Wir werden den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es kann jeder jeden schlagen in dieser Liga.“ Genau deshalb will Riedlingsdorf dranbleiben, weiterarbeiten und den starken Start in die Saison mit den nächsten Punkten absichern.