Spielberichte

„Unser Angriffspressing war der Unterschied“ – Riedlingsdorf mit seiner besten Herbstleistung

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Oberwart 1b
Riedlingsdorf

In der 11. Runde der 1. Klasse Süd hat SV Klöcher Bau Oberwart 1b am Samstag gegen Riedlingsdorf mit 0:6 verloren. Für Trainer Semir Huremovic war es „wahrscheinlich unsere beste Leistung in diesem Herbst“, weil seine Mannschaft von Beginn an hoch presste, spielerische Lösungen fand und schon zur Pause mit 4:0 vorne lag. Der klare Auswärtssieg war aus seiner Sicht über die gesamten 90 Minuten verdient und hätte sogar noch höher ausfallen können.


Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Dosenöffner, vor der Pause schon 4:0

Auf dem Platz in Oberwart war die Richtung früh vorgegeben. Das 1:0 in der 20. Minute bezeichnete Huremovic als „Dosenöffner“. Fabian Kottuscheck spielte dabei laut dem Trainer einen starken Ball in die Tiefe zwischen die Innenverteidiger, Marijan Markovic verwertete zur Führung. Danach blieb Riedlingsdorf am Drücker und legte vor der Pause noch dreimal nach: Kottuscheck traf in der 37. Minute selbst, Dorian Jurinic erhöhte zwei Minuten später auf 0:3 und Stefan Huber stellte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 0:4. Auch nach dem Seitenwechsel riss der Faden nicht ab. Jurinic schnürte in der 77. Minute seinen Doppelpack, ehe Rene Rechberger in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 0:6 setzte. Auffällig war dabei auch aus Trainersicht die Entstehung der Treffer: Bis auf den letzten Treffer waren die Tore nach seiner Schilderung sauber herausgespielt, der Schlusspunkt fiel nach einer Standardsituation.

„Von der ersten bis zur neunzigsten Minute unser Spiel“

Entsprechend deutlich fiel auch die Einschätzung des Trainers aus. „Vom Beginn bis zum Schluss war es ein absolut einseitiges Spiel“, sagte Huremovic, der sich an „eigentlich keine Chance“ von Oberwart 1b erinnern konnte. Wichtiger als die reine Tordifferenz war ihm aber die Art und Weise. „Wir haben von der ersten bis zur neunzigsten Minute unser Spiel gespielt“, betonte er. Vor allem gegen den Ball habe seine Mannschaft eine Leistung gebracht, die er in dieser Form in diesem Herbst noch nicht gesehen habe. „Wir haben es geschafft, den Gegner über neunzig Minuten wirklich unter Druck zu setzen. Mit dem Ball haben wir sehr gute Lösungen gefunden“, so der Riedlingsdorf-Coach. Für ihn lag genau darin auch der Grund, warum aus dem klaren Übergewicht am Ende gleich sechs Treffer wurden und sogar noch weitere große Chancen da waren.

Auf die Systemumstellung rasch reagiert

Den entscheidenden Unterschied machte für Huremovic vor allem das Verhalten ganz vorne. „Unser Angriffspressing und unser Umschaltspiel waren die zwei ausschlaggebenden Kriterien“, erklärte er. Riedlingsdorf störte Oberwart 1b schon im Aufbau und suchte nach Ballgewinnen schnell die Tiefe. Dass das so gut funktionierte, kam für den Trainer nicht von ungefähr. „Wir waren sehr gut auf den Gegner eingestellt“, sagte er. Seine Mannschaft habe gewusst, dass Oberwart zunächst mit Dreierkette herausspielen werde. Nach dem 1:0 stellten die Gastgeber laut Huremovic zwar auf Viererkette um, „da hatten wir kurz keinen Zugriff“, doch Riedlingsdorf passte sich rasch wieder an. Dass er danach von einer „taktischen Meisterleistung der Mannschaft“ sprach, passt zu einem Auftritt, bei dem Vorbereitung und Umsetzung aus seiner Sicht fast durchgehend zusammengepasst haben.

Sonderlob für Kottuscheck, Respekt für den Gegner

Bei aller Klarheit im Ergebnis verteilte Huremovic auch Respekt an den Gegner. Oberwart 1b sei „eine junge, spielerisch gute Mannschaft“, die in jedem Moment versucht habe, Fußball zu spielen, und genau das gefalle ihm. Zugleich spielte der gute Rasen den Gästen in die Karten, weil Riedlingsdorf viel über das Spielerische lösen will. Ein Sonderlob bekam Fabian Kottuscheck: „Absolute Gratulation an unseren Fabian Kottuscheck, der ein Tor selbst geschossen und vier Tore aufgelegt hat“, sagte der Trainer. Abseits des deutlichen Resultats hatte Huremovic nur einen kleinen Nachsatz: Den allein leitenden Schiedsrichter sah er trotz fehlender Assistenten „sehr, sehr gut“. In der Tabelle hält Riedlingsdorf nach elf Runden nun bei 22 Punkten und Rang vier – mit einer Leistung, die der Trainer klar als Maßstab für den restlichen Herbst verstanden wissen will.

1. Klasse Süd: SV Oberwart 1b : Riedlingsdorf - 0:6 (0:4)

  • 90
    Rene Rechberger 0:6
  • 77
    Dorian Jurinic 0:5
  • 47
    Stefan Huber 0:4
  • 39
    Dorian Jurinic 0:3
  • 37
    Fabian Kottuscheck 0:2
  • 20
    Marijan Markovi? 0:1