Nach dem Auswärtsspiel in der 2. Klasse Nord bei SPG Parndorf/Neudorf 1c zeigte sich Goran Cekic, Trainer des SC UNEX Eisenstadt 1907, spürbar zufrieden. Sein Team trat von der ersten Sekunde an hochkonzentriert auf, nahm die Zweikämpfe an und setzte den Matchplan konsequent um. Bereits zur Pause führte Eisenstadt 4:0, am Ende stand ein klares 5:1 – der verdiente Lohn einer reifen Vorstellung gegen einen spielstarken, jungen Gegner. Zentral in seiner Einordnung waren Disziplin und Klarheit: kompakt stehen, das Mittelfeld schließen, schnell umschalten und zielstrebig abschließen. Er würdigte zudem die wichtigen Aktionen seines Tormanns, der in heiklen Momenten zur Stelle war. Gleichzeitig blickte der Coach nach vorn: Vor dem anstehenden Derby betont er den Zusammenhalt, das Vertrauen in die Breite des Kaders und die Bedeutung der jungen Spieler, die den Auftritt in Parndorf besonders prägten. Die Treffer für die Gäste erzielten Rade Trivunovic (3., 23., 90.), Franz Thometitsch (18.) und Attila Soós (38.); für die Hausherren traf Michael Lager (85.).

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Cekic ordnete die Leistung klar über taktische Prinzipien ein: Früh in Führung liegend, gestaltete seine Mannschaft das Spiel aus einer stabilen Ordnung, setzte auf Konter und konsequentes Verdichten der Räume im Zentrum. Die Vorgabe war deutlich – kompakt bleiben, das Mittelfeld zumachen, bei Ballgewinn Tempo aufnehmen. "Wir legen großen Wert auf das Umschaltspiel", betonte der Coach. "Die Umschaltmomente waren gut. Wir haben das Spiel schnell verlagert." Genau das trug die Gäste bereits in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße; nach dem 4:0 zur Pause verwaltete Eisenstadt den Vorsprung kontrolliert und blieb über Konter gefährlich. Auf einem Platz, der technisches Fußballspielen zuließ, setzte die Mannschaft den Plan konsequent um: Kompaktheit, direkter Weg in die Tiefe und schnelle Abschlüsse.
Individuelle Auszeichnungen sind für Cekic zweitrangig. Der Trainer stellt den Kollektivgedanken in den Mittelpunkt und erklärt, warum alle Mannschaftsteile zusammenspielen müssen: "Das Team steht für mich immer an erster Stelle." Besonders hob er die Defensivarbeit als Basis für das Offensivspiel hervor: "Wenn der Tormann hinten die Bälle nicht hält, dann schießt auch der Stürmer vorne die Tore nicht." In Parndorf trug ein starker Schlussmann mit einigen Paraden dazu bei, dass die wenigen brenzligen Momente der Hausherren verpufften. Gleichzeitig zeigte Eisenstadt Präsenz in den Zweikämpfen und setzte die taktischen Vorgaben laut Coach exakt um. Auch der Respekt vor dem Gegner war spürbar: Eine junge, hungrige, spielstarke Mannschaft habe sich gegenübergestellt – umso wichtiger, dass Konzentration, Disziplin und gemeinschaftliches Arbeiten über 90 Minuten stimmten.
Ein besonderer Akzent des Abends kam von der Klubphilosophie: "Wir wollen auf junge Eigenbauspieler setzen." Nach einer frühen verletzungsbedingten Auswechslung des Kapitäns kam der 2009er Eigenbauspieler Franz Thometitsch bereits nach rund zehn Minuten ins Spiel – und krönte seinen Auftritt mit einem satten Schuss unter die Latte. Für Cekic ist das mehr als nur eine schöne Geschichte, es ist Programm: "Das Alter spielt bei uns keine Rolle." Der Trainer beschreibt eine Kultur, in der Mut, Wille und Lernbereitschaft zählen – Fehler sind erlaubt, solange man aus ihnen wächst. Personaltechnisch herrscht vorsichtiger Optimismus: Der angeschlagene Kapitän soll mit Unterstützung des Physios bis zur kommenden Woche wieder einsatzfähig sein. Das nächste Spiel ist ein Derby vor vielen Zuschauern – und es wird mit der gleichen Mischung aus Kompaktheit, Tempo und Teamspirit angegangen, die das 5:1 in Parndorf prägte.