Nach einem intensiven Auswärtsauftritt bei UFC Schützen am Gebirge ordnete Thomas Achs, Trainer des FC Oslip, die Partie in der 2. Klasse Nord als Spiel ein, in dem seine Mannschaft nach frühem Rückstand über Standards und klare Abläufe Ruhe fand und zunehmend die Kontrolle übernahm. Ohne taktische oder personelle Änderungen zur Pause setzte Oslip auf Geduld und Ballbesitz, gewann im zweiten Durchgang Oberwasser und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten. Thomas Achs beschrieb die Bedingungen als anspruchsvoll, das Spiel als körperbetont, aber fair – und sprach dem Unparteiischen ein explizites Lob aus. Mit Blick nach vorn erwartet er eine ähnlich konsequente Vorstellung, wünscht sich spielerisch noch mehr – und widmete den Sieg einem Mitglied des Betreuerteams.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Nach fünf Minuten lag Oslip mit 0:1 zurück – der Treffer der Gastgeber fiel nach einem ruhenden Ball durch Marcel Cerny. Aus Sicht des Trainers verschob sich die Statik danach klar zugunsten seiner Mannschaft. „In der ersten Halbzeit waren wir durch das 0:1 ein bisschen zu verhalten, aber vor allem nach der Pause hatten wir viel mehr Ballbesitz und konnten zwei, drei gute Chancen herausspielen.“ Der Verlauf passte zum Comeback: Ábel Kulcsár stellte in der 64. Minute auf 1:1, Sinan Gül drehte die Partie in der 79. Minute auf 2:1 – Ausdruck des wachsenden Selbstvertrauens und der Spielkontrolle im zweiten Abschnitt.
„Der Gegner wurde durch Standardsituationen gefährlich, und wir haben aus dem Spiel gute Chancen herausgespielt – durch Bendeguz Nemeth, durch Sinan Gül und durch Abel Kulcsar.“ Bei ruhenden Bällen registrierte Thomas Achs insgesamt ein ausgeglichenes Duell: „Beide Teams konnten gute Standards treten und kamen zum Abschluss. Wirklich gefährlich wurde es beim 1:0 – ein Freistoßtor von Marcel Cerny – und in der 95. Minute hatten sie noch einen Freistoß aus 18 Metern, der brenzlig wurde. Sonst war’s bei den Standards eher ausgeglichen.“ Das frühe 0:1 der Hausherren resultierte somit aus einem Freistoß, ehe Abel Kulcsar und Sinan Gül mit ihren Treffern die Wende herbeiführten.
„Der Platz ließ nicht viele technische Schmankerl zu, es wurde eher körperbetont, aber nicht unfair gespielt.“ Passend dazu das Lob für die Leitung: „Der Schiedsrichter hat 90 Minuten Ruhe reingebracht, hatte eine klare Linie – Hut ab vor der Leistung.“ Trotz einer Gelb-Roten Karte gegen Adam Kovacs in der Schlussphase blieb Oslips Auftritt aus Trainersicht stimmig. Eingriffe zur Pause brauchte es nicht: „Wir waren die bessere Mannschaft und ich habe trotz 0:1-Rückstand keinen Grund gesehen, etwas umzubauen – wir hatten das Spiel gut im Griff.“ Der Ausblick fällt zuversichtlich aus: „Ich erwarte ein Auftreten der Mannschaft von der Qualität her wie jetzt. Ich wünsche mir aber ein bisschen besseres Fußballspiel und ein tolles Match für die Zuschauer.“ Persönlich fügte Thomas Achs an, dass er diesen Sieg gern dem Osliper Masseur "Blacky" Zechmeister widme.