Ein dominanter Auftritt und klare Botschaften: Andreas Zankovitsch, Co-Trainer von Breitenbrunn, ordnet nach dem Heimspiel in der 2. Klasse Nord gegen den SC Trausdorf den Auftritt seiner Mannschaft ein – mit klarem Plan, konsequenter Ausführung und einem deutlichen Chancenplus. „Der Verlauf war ganz klar. Der Sieg war aus meiner Sicht nie gefährdet.“ Seine Elf habe „von Beginn an gezeigt, was unser Ziel ist“: den Gegner im Mittelfeld zuzustellen und nach Ballgewinnen sofort umzuschalten. Das Bild, das er zeichnet: über weite Strecken maximale Kontrolle, hohe Intensität gegen den Ball und viel Offensivdrang – ein Auftritt, der „hochverdient“ gewesen sei und „durchaus höher ausfallen“ hätte können.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der rote Faden war früh gelegt. „Wir wollten ein schnelles Tor erzielen, im Mittelfeldraum permanent Druck ausüben und nach Ballgewinn sofort in die offensive Bewegung umschalten, den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Das ist geglückt.“ Damit war der Rahmen der Partie aus Breitenbrunner Sicht schnell abgesteckt: „Wir haben mehr oder weniger über 90 Minuten auf ein Tor gespielt.“
In den Zweikämpfen sah Zankovitsch einen leichten Wandel zwischen den Hälften: „In der 1. Halbzeit waren beide Mannschaften sehr präsent im Zweikampfverhalten. In der 2. Halbzeit hatten wir definitiv die Überhand. Wir waren gegen den Ball extrem aktiv, haben innerhalb kürzester Zeit die Bälle zurückerobert und sofort wieder in den Angriffsmodus geschaltet. Das war perfekt.“
Beim Chancenbild wird der Co-Trainer deutlich: „Chancenplus zu 100 Prozent auf unserer Seite, im Vergleich etwa 15:2.“ Ergänzend hält er fest: „Trausdorf hatte über 90 Minuten vielleicht zwei oder drei Möglichkeiten, einmal rettete die Latte.“ Eine Szene blieb besonders haften: „Kurz vor der Halbzeit hatten wir eine Drei- bis Vierfachchance, bei der sich der gegnerische Torhüter auszeichnen konnte – er hat über 90 Minuten eine Topleistung gebracht.“
Entscheidenden Einfluss hatten erneut ruhende Bälle: „Grundsätzlich haben Standards immer eine hohe Bedeutung für uns, da wir viele große und kopfballstarke Spieler haben. Gegen Trausdorf war das erste Tor ein Freistoß, das zweite ein Elfmeter.“ Die Treffer für Breitenbrunn erzielten Gerhard Karner zum 1:0, Conner Reeh per Elfmeter zum 2:0 und Daniel Gruber zum 3:0.
Auch beim Thema Spielkontrolle bleibt die Linie konsistent. „Die Kontrolle, denke ich, hatten wir über gut 80 bis 85 Minuten.“ Vor allem nach dem Seitenwechsel kippte die Statistik endgültig: „In der 2. Halbzeit war es ganz klar. Speziell nach etwa 70 Minuten lag das Ballverhältnis bei 70:30 auf unserer Seite. Trausdorf kam zu keinem geordneten Spielaufbau mehr und war nur noch mit Verteidigen beschäftigt.“
Die defensive Zielvorgabe trug maßgeblich zur Stabilität bei: „Wir haben die taktischen Vorgaben top umgesetzt. Das große Ziel war, den Topstürmer der Liga abzustellen. Das ist uns gelungen. Marcell Deak hatte keinen einzigen Torschuss.“ Der Blick nach vorne ist geprägt von Zuversicht und wachsender personeller Breite: „Positiv stimmt mich absolut die Motivation des Teams. Wir sind langsam wieder vollzählig, Langzeitverletzte kommen zurück, der Kader wächst und auch die jungen Spieler wachsen heran. Die Stimmung ist gut. Das Ziel vor Augen prägt unsere Motivation natürlich mit. Es ist alles auf Schiene.“ Und die Marschrichtung für die nächste Aufgabe ist klar formuliert: „Wir freuen uns auf das nächste Spiel und wollen wieder drei Auswärtspunkte mit nach Hause nehmen, aber es wird sicher kein Geschenk werden.“