Starker Wind, ein 0:1 zur Pause und danach eine Antwort mit Nachdruck: In der 2. Klasse Nord setzte SC UNEX Eisenstadt 1907 beim Gastspiel bei SC Trausdorf ein Ausrufezeichen – nicht nur wegen des späteren 7:1-Auswärtssieges, sondern vor allem wegen der klaren Steigerung nach dem Seitenwechsel. Trainer Goran Cekic beschrieb die Rahmenbedingungen so: „Es waren schwere Wetterbedingungen mit starkem Wind, nicht einfach zu spielen. Kein leichtes Auswärtsspiel, zumal es in den letzten Tagen geregnet hat.“ Zur Spielkontrolle sagte er: „Ballbesitz war auf unserer Seite.“ Nach personellen Anpassungen und einem frühen Ausgleich dominierte sein Team den zweiten Durchgang und drehte die Partie vom 0:1-Pausenstand zum 7:1.

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Cekic fand klare Worte für den ersten Abschnitt: „Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht zufrieden. Wir sind nicht richtig ins Spiel gekommen.“ Die Bedingungen spielten mit hinein: „der Tormann konnte den Ball nicht richtig von hinten ausschießen, geschweige denn Fussball spielen, war in der 1. Halbzeit fast unmöglich durch den starken Gegenwind.“ Trotz eigener Möglichkeiten lief seine Mannschaft einem Rückstand hinterher: „Wir hatten die besseren Chancen, haben sie aber nicht genutzt und lagen dann durch die einzige Chance des Gegners 0:1 hinten.“ Torschütze: Tobias Mayerhofer.
Die Wende leitete das Trainerteam unmittelbar nach der Pause ein. „In der zweiten Halbzeit haben wir klar reagiert. Wir haben zwei Wechsel gemacht – unter anderem kam Burhan Güvenc – und ein frischer Stürmer im Zentrum traf sofort nach Wiederanpfiff“, so Cekic – Torschütze: Anel Dosljak. Gleichzeitig veränderte sich die Statik des Spiels: „Wir haben den Gegner hoch angelaufen, kaum Chancen zugelassen und die Ballgewinne konsequent genutzt.“ Der Ausgleich fiel unmittelbar nach Wiederbeginn durch Anel Dosljak, danach spielte Eisenstadt wie aus einem Guss: Rade Trivunovic schnürte einen Hattrick, ein weiterer Angreifer (Anel Dosljak) traf dreimal, und Jan Heindl setzte den Schlusspunkt zum 7:1. Standards spielten dabei keine Rolle: „Heute ging alles aus dem Spiel heraus.“ Das eigene Selbstverständnis fasst Cekic so zusammen: „Wir waren klar die stärkere und bessere Mannschaft.“
Die zweite Halbzeit passte zur Entwicklung, die der Trainer skizziert: „Wir wollten diesen Sieg, haben alles dafür gegeben und das Spiel am Ende gedreht.“ Er betonte die Frische und Wucht nach der Pause: „In der zweiten Halbzeit war nur eine Mannschaft auf dem Platz – der SC UNEX Eisenstadt. Jeder wusste, was zu tun ist.“ Das starke Finish hängt für ihn auch mit harter Arbeit zusammen: „Wir sind seit Mitte Januar in der Vorbereitungsphase und haben früher als alle anderen begonnen. Wir haben das sehr ernst genommen.“ Zum Kaderprofil sagte er: „Wir haben eine neue, junge Mannschaft. Wir haben viele Eigenbauspieler, vier davon standen heute von Beginn an auf dem Platz. Man sieht, dass wir in der zweiten Halbzeit noch richtig viel Kondition haben.“ Der Output spiegelt den Trend: „In der zweiten Halbzeit haben wir aufgedreht.“ Und in die nächsten Wochen nimmt das Team Selbstvertrauen mit: „Wir haben jetzt in drei Spielen sieben Punkte geholt.“