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SPG Parndorf/Neudorf 1c: Christian Schiegl – „Nach dem 0:4 war es gelaufen“

SPG Parndorf/Neudorf 1c
UFC Oggau

Nach einer stürmischen Partie ordnete Christian Schiegl die 0:4-Heimniederlage seiner SPG Parndorf/Neudorf 1c gegen UFC Oggau in der 2. Klasse Nord ein. „Gerecht war es nicht; das Ergebnis fiel zu hoch aus.“ Früh habe der Wind das Spiel geprägt, zwei späte Aktionen vor der Pause kippten das Momentum – und der Konter zum 0:4 in Minute 60 (Torschütze: Dominik Dohnansky) besiegelte alles. Trotz gefühlter Kontrolle und mehr Ballbesitz überwog bei Schiegl der Frust über verpasste Möglichkeiten, Details bei Standards und knappe Abseitsentscheidungen, die aus seiner Sicht gegen sein Team liefen.


Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Wetter dreht das Spiel: Frühe Kontrolle, späte Nackenschläge

Schiegl zeichnete ein klares Bild eines Spiels, das lange in die gewünschte Richtung lief – bis der Wind und zwei Schlüsselmomente zuschlugen. „Wir haben von Anfang an das Spiel gemacht. Durch einen Weitschuss, begünstigt von den Windverhältnissen, haben wir aus 40 Metern ein unhaltbares Tor kassiert.“ Faktisch fielen die Treffer in der 31. (Dominik Dohnansky), 44. (Patrik Papranec), 45. (Alexander Kampitsch) und 60. (Dominik Dohnansky) Minute; zur Pause lag die SPG 0:3 zurück. Der vierte Gegentreffer nach einem Konter war aus seiner Sicht der endgültige Genickschlag: „Mit dem 0:4 in der 60. Minute (Dominik Dohnansky) war das Spiel für uns eigentlich verloren.“

Mehr Ball am Fuß, aber kein Ertrag – Standards ohne Wirkung

Die Analyse des Trainers kreist um Ballbesitz ohne Durchschlagskraft – auch dem starken Wind geschuldet. „Vom Ballbesitz her hatten sicher wir deutlich mehr, aber der Gegner hat bei diesen Bedingungen das Einfachste gemacht: den Ball konsequent nach vorne gespielt, sich auf nichts eingelassen. Wir hatten am Ende viel Ballbesitz, aber nichts Zählbares herausgespielt.“ Bei den Großchancen sah er sein Team mit „zwei oder drei“ Möglichkeiten vorne, den Gegner mit „einer Großchance“. Eine aussichtsreiche Szene sei wegen Abseits zurückgepfiffen worden: „Einmal hat der Schiedsrichter Abseits gegeben, was aus meiner Sicht keins war – da hätten wir vielleicht noch herankommen können.“ Auch ruhende Bälle boten diesmal keinen Hebel: „Es gab wenige Standardsituationen, der Wind war sehr schwierig – vielleicht auf jeder Seite zwei Freistöße oder Corner –, aber nichts, was Zählbares herausgekommen ist.“

Kleinliche Linie, knappe Abseitsfälle – und ein mutiger, aber wirkungsloser Umbau

Zu strittigen Szenen äußerte sich Schiegl differenziert. Strafstöße sah er nicht: „Elfmeter waren auf beiden Seiten nicht zu geben.“ Die Linie des Referees empfand er als streng: „Es waren einige Kleinigkeiten, Fouls, die der Schiedsrichter gegeben hat – sehr kleinlich. Und bei uns wurde zweimal Abseits gegeben, was vielleicht zu einem Tor hätte führen können. Ohne Linienrichter ist das für den Schiedsrichter aber auch nicht so einfach.“ In der Pause reagierte er offensiv: „Wir waren 3:0 hinten, also sind wir ins Risiko gegangen, haben die Offensive verstärkt und noch einen Spieler nach vorne geschoben. Es war aber kein guter Tag von uns, und wir waren nicht in der Lage, dem Gegner wehzutun.“ Den Blick richtet Schiegl bereits nach vorne: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Auswärts wird es nicht leicht, aber wir werden alles daran setzen, die Fehler klar anzusprechen und in Trainingsformen auszubessern. In diesem Alter passieren Fehler, das ist normal – wir müssen das derzeit in Kauf nehmen und so gut wie möglich ausbessern.“

2. Klasse Nord: SPG Parndorf/Neudorf 1c : Oggau - 0:4 (0:3)

  • 60
    Dominik Dohnansky 0:4
  • 45
    Alexander Kampitsch 0:3
  • 44
    Patrik Papranec 0:2
  • 31
    Dominik Dohnansky 0:1

 

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