In der 2. Klasse Nord bekam es der SC Trausdorf am 20. Spieltag mit dem SV Seefestspiele Mörbisch am See zu tun – am Ende nahmen die Gäste mit einem 0:1 alle drei Punkte mit. Julian Martschitz traf in Minute 32, zur Pause stand es 0:1. Trainer Gerald Kummer sprach von einer felddominanten Vorstellung seiner Elf und sagte: „Trausdorf hatte in 90 Minuten keine zählbare Torchance.“ Sein Fazit: konzentriert verteidigt, vorne zu wenig Ertrag – aber ein verdienter Auswärtssieg.

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Von Beginn an war Mörbisch das aktivere Team und hatte mehr vom Spiel. Immer wieder kombinierten sich die Gäste nach vorne und kamen zu guten Möglichkeiten, ließen aber zunächst die letzte Genauigkeit vermissen. In Minute 32 fiel dann das 0:1 durch Julian Martschitz. „Gekippt ist es mit dem 1:0, wo wir unsere Überlegenheit auch in ein Tor umgesetzt haben“, erklärte Kummer. Bis zur Pause blieb es beim 0:1. Nach Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig: Mörbisch kontrollierte weite Strecken, Trausdorf blieb offensiv harmlos. „Bis zum Schluss haben wir keine gefährliche Situation zugelassen. Nur die Standards waren ein wenig gefährlich“, so der Coach. Weil die Gäste ihre weiteren Chancen nicht nützten, blieb es spannend – am Ende stand dennoch ein verdienter 0:1-Auswärtssieg.
Nach dem Schlusspfiff rückte Kummer vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund. „Mannschaftlich waren wir gut. Es gab keinen herausstechenden Spieler. Es war wirklich eine mannschaftliche Superleistung“, sagte der Trainer und ließ durchblicken, dass genau diese Arbeit gegen den Ball der Schlüssel war. Auch der Plan mit Ball ging auf. „Das Spiel war so, wie wir es erwartet hatten. Unser Matchplan ist voll aufgegangen, indem wir die Offensive im Griff hatten und Chance um Chance herausarbeiten konnten“, erklärte er. Dass es „nur“ beim knappen 0:1 blieb, störte ihn an diesem Abend weniger, weil die Abläufe stimmten und die Mannschaft über neunzig Minuten konzentriert agierte.
Verbesserungspotenzial sah Kummer trotzdem – ganz vorne. „Wir arbeiten sicherlich an der Auswertung unserer Torchancen. Da ist viel Potenzial nach oben“, kündigte er an. Es passt ins Bild des Abends: Mörbisch ließ hinten wenig zu, vergab aber die Möglichkeit, früher den Deckel draufzumachen. Positiv vermerkte der Trainer auch das ruhige Umfeld: „Der Schiedsrichter war in Ordnung, hatte das Spiel stets im Griff.“ Mit dem Auswärtssieg nehmen die Seefestspieler viel Rückenwind mit in die nächsten Trainingstage.