Ein klarer Ton nach dem Auswärtsspiel bei UFC Siget in der Wart: Für SV Hannersdorf ordnete Georg Konrad die 90 Minuten als eine rundum verdiente Angelegenheit ein. Der Coach sprach von deutlicher Dominanz mit viel Ballbesitz und davon, dass sein Team den Matchplan konsequent durchgezogen habe – Korrekturen zur Pause seien nicht nötig gewesen. In der 2. Klasse Süd A untermauerte seine Mannschaft diesen Eindruck der Überlegenheit mit einem 5:1. Für Konrad stand weniger das Ergebnis als der Ablauf im Mittelpunkt: Die Chancenverwertung hätte aus seiner Sicht sogar noch besser sein können, während der Gegner kaum zu gefährlichen Situationen kam. Gleichzeitig hob er die faire Grundstimmung hervor und blickte unmittelbar nach Abpfiff bereits nach vorn: Wenn die gezeigte Linie – wie zuletzt und über weite Strecken auch diesmal – gehalten wird, soll auch die nächste Aufgabe gelingen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Konrad fasste die Kräfteverhältnisse deutlich zusammen: „Das Ballbesitzverhältnis spiegelt absolut das Ergebnis. Wir waren 90 Minuten klar die bessere Mannschaft und haben auch in dieser Höhe hochverdient gewonnen.“ Auch in der Offensive sah er trotz fünf Treffern weiteres Potenzial. So betonte er, dass sein Team bei saubererem Ausspielen noch mehr klare Möglichkeiten hätte kreieren können. Der Gedanke dahinter: Aus der klaren Kontrolle sollten noch konsequentere letzte Pässe folgen, um Dominanz und Ergebnis noch enger zusammenzuführen. Seine Aussagen fügen sich zu einem selbstbewussten, aber nüchternen Fazit, in dem der Ablauf der 90 Minuten über allem steht.
Einen kleinen Wermutstropfen sah der Trainer bei ruhenden Bällen: Das einzige Gegentor fiel nach einer Standardsituation, während aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen wurde. Zu den ruhenden Bällen sagte er: „Es gab keine besonderen Auffälligkeiten. Auffällig war lediglich das Gegentor – das ist aus einer Standardsituation entstanden. Offensiv hätten wir ein, zwei Möglichkeiten nach Standards noch besser ausspielen können, grundsätzlich waren wir damit aber sehr zufrieden.“ Abgesehen davon blieb die Defensive zumeist ungeprüft; das deutliche Plus an Ballbesitz legte die Basis für Kontrolle – und nach vorn wäre aus ruhenden Bällen sogar noch mehr drin gewesen.
Die Partie lief aus seiner Sicht ohne übertriebene Härte ab: „Körperlich war es nicht betont. Es gab zwei, drei kleine strittige Szenen, aber grundsätzlich war es von beiden Seiten ein korrektes Spiel.“ Größere Diskussionen sah er nicht – auch, weil seine Mannschaft über weite Strecken klar den Ball hatte. An der strategischen Linie hielt Hannersdorf über die gesamte Distanz fest; Anpassungen zur Halbzeit waren nicht notwendig. Für die kommende Aufgabe formuliert Konrad einen klaren Anspruch: „Ich erwarte mir, dass die Mannschaft weiter so spielt wie zuletzt – heute über 60 bis 70 Minuten besonders überzeugend. Wenn sie das weiter so bringt, werden wir nächste Woche ein gutes Spiel abliefern.“ Sein Schlusswort schärft den Tenor des Abends: „Alles okay. Es war ein hochverdienter Sieg, und wir bereiten uns auf nächste Woche vor.“