Nach dem deutlichen 5:0 gegen den SC Schachendorf in der 2. Klasse Süd A ordnet Trainer Semir Huremovic von Riedlingsdorf die Lage ein: Er spricht von einer einseitigen ersten Halbzeit mit gefühlten 90:10 Ballbesitz, zehn bis elf Großchancen und keinem einzigen Torschuss des Gegners. Zugleich betont er die Fairness beider Teams und das starke Auftreten seiner Mannschaft, die zuletzt häufig zu null blieb. Mit Blick auf das nächste Auswärtsspiel in Hochart warnt er vor dem kleinen Platz und fordert maximale Konsequenz – denn für sein Team ist aktuell „jedes Spiel ein Finale“.

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„Das Ergebnis war absolut gerecht“, fasst Huremovic den Auftritt zusammen. Seine Bilanz zur Offensivwucht fällt klar aus: „Auf Riedlingsdorfer Seite waren’s sicher zehn bis elf Großchancen. Das Ergebnis hätte auch zweistellig ausfallen können.“ Der Gegner kam offensiv nicht zur Geltung: „Der Gegner hatte keinen einzigen Torschuss.“ Beim Thema Ballbesitz beschreibt Huremovic eine erste Hälfte, in der sein Team das Spiel buchstäblich festhielt – gefühlt 90:10 pro Riedlingsdorf. Nach der Pause wollte er „genauso weiterspielen“. Zwar lief es in den ersten vier, fünf Minuten nicht nach Plan, doch anschließend „waren wir wieder extrem dominant und haben unser Spiel fertig gespielt“.
Auch bei ruhenden Bällen setzte Riedlingsdorf frühe Akzente: Der erste gefährliche Moment entstand aus einem Freistoß, danach folgte ein Eckball mit einer Chance, bei der der Ball knapp nicht hinter der Linie war. Die nächste nennenswerte Standardszene mündete in einem verwandelten Elfmeter – Schachendorf selbst „hatte fast keine Standardsituationen“. Ein besonderer Höhepunkt trug die Handschrift des Trainers selbst: „Das zweite Tor von Semir Huremovic war ein Traumtor – volley aus dem Sechzehner ins Kreuzeck. Die Mannschaft spielt zurzeit sehr, sehr starken Fußball und oft zu null, und ich hoffe, dass das so bleibt.“
Zum Charakter des Spiels sagt Huremovic: „Es stand die Technik im Vordergrund. Das Spiel war sehr fair von beiden Mannschaften geführt.“ Strittige Szenen blieben aus: „Nein, keine strittigen Situationen. Der Schiedsrichter hat seine Sache sehr gut gemacht.“ Inhaltlich blieb Riedlingsdorf seinem Plan treu, nahm zur Halbzeit keine Änderungen vor und zog das eigene Konzept konsequent durch – nach kurzer Anlaufphase nach Wiederbeginn übernahm die Mannschaft wieder klar die Kontrolle. Der nächste Prüfstein wartet auswärts in Hochart, wo die Rahmenbedingungen knifflig werden: „Die nächste Aufgabe ist sehr schwer in Hochart – kleiner Platz, auswärts schwer zu bespielen. Es wird ein sehr schwieriges Spiel. Aber wir wollen vorne mitspielen, und jedes Spiel ist für uns zurzeit ein Finale, da vorne, weil unsere Konkurrenten keine Punkte liegen lassen.“