Nach dem Duell in der 2. Klasse Süd A zwischen SV Hannersdorf und UFC "PG-Cars" Oberschützen wirkte Georg Konrad sichtlich angefressen: „Sehr unglücklich für Hannersdorf.“ Gleichzeitig lieferte der Trainer eine klare Einordnung: „Wir waren in der ersten Halbzeit sicher gleichberechtigt. Die zweite Halbzeit war keine gute Halbzeit.“ Damit zeichnete er eine nüchterne Momentaufnahme zwischen Ärger über den Start, Selbstkritik an der eigenen zweiten Hälfte und dem Gefühl, trotz allem lange auf Augenhöhe gewesen zu sein.
Konrad benannte den Knackpunkt ohne Umschweife: „Hannersdorf hat in der 4. Minute Oberschützen ein Tor geschenkt – aufgrund eines katastrophalen individuellen Fehlers.“ Fakt ist: In der 4. Minute stellte Dominik Pran auf 0:1. Kurz darauf kippte das Kräfteverhältnis, weil Oberschützen dezimiert war: In der 15. Minute sah Adrian Pran Rot. Konrad folgerte: „Aufgrund der roten Karte von Oberschützen hat Hannersdorf mehr vom Spiel gehabt.“ Das Bild: ein frühes Gegentor, dann viel Ball und Raum für Hannersdorf – aber ohne die ersehnte Wende.
Taktisch fiel Konrads Zwischenfazit differenziert aus: „In der ersten Halbzeit ja – in der zweiten war ich nicht zufrieden.“ Bei Standards und Hereingaben fehlte die Durchschlagskraft: „Leider waren wir offensiv nicht gut. Da waren wir zu harmlos, und defensiv haben wir unsere Aufgaben erledigt.“ Auch im physischen Bereich blieb das Duell im Rahmen: „Es war auf beiden Seiten ausgeglichen, nichts Ruppiges.“ Insgesamt stand also ordentliche Arbeit gegen den Ball einer zu geringen Konsequenz im letzten Drittel gegenüber.
Zur Pause lag Hannersdorf 0:1 zurück, und auch am Ende stand es 0:1. Konrads Gesamtresümee bleibt folgerichtig: „Wir waren in der ersten Halbzeit sicher gleichberechtigt. Die zweite Halbzeit war keine gute Halbzeit.“ Für die kommenden Aufgaben formuliert er einen simplen, aber zentralen Anspruch: „Dass wir uns für unsere Leistungen belohnen.“
Der Kontext unterstreicht die Bedeutung jedes Zählers: In der 2. Klasse Süd A hält Oberschützen bei 34 Punkten auf Rang 2, Hannersdorf bei 15 Zählern auf Platz 9. Nach einem Spiel, das von einem frühen Gegentreffer und langer Überzahl geprägt war, rückt damit vor allem eines in den Fokus: mehr Präzision im letzten Drittel, um die investierte Arbeit künftig in Tore und Punkte umzumünzen.