Spielberichte

Semir Huremovic (Trainer Riedlingsdorf): 'Unser Matchplan ging über 90 Minuten auf'

SV Wolfau
Riedlingsdorf

In der 2. Klasse Süd A setzte sich Riedlingsdorf bei SV BB1 Wolfau klar mit 4:0 durch. Der Auswärtssieg war laut Trainer Semir Huremovic kein Zufall, sondern das Ergebnis eines strikten Plans: Wolfau zu langen Bällen zwingen und hinten nichts zulassen. „Wir haben unseren Matchplan von der ersten bis zur letzten Minute durchgezogen“, sagte Huremovic – und verwies auf einen einstudierten Standard zum wichtigen 1:0 als Türöffner für einen reifen Auftritt seiner Mannschaft.


Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Der Plan greift früh: Standardtor bringt Riedlingsdorf auf Kurs

Riedlingsdorf trat von Beginn an mit klarer Idee auf. Semir Huremovic erklärte nach dem Spiel unmissverständlich: „Wir wollten Wolfau zu langen Bällen zwingen, weil wir in der Luft stärker sind. Das hat richtig gut funktioniert.“ Die Gäste standen kompakt, warteten geduldig auf den Moment – und nutzten ihn in Minute 22. „Entscheidend war unser erstes Tor. Es war ein einstudierter Standard, der heute endlich geklappt hat“, sagte der Coach. Konkret war es eine Ecke von Fabian Kottuscheck, der Ball kam zurück an den Elfer, dort schloss Urban Zibert zum 1:0 ab. Dieses Tor gab Sicherheit, Wolfau fand weiter kaum Lösungen gegen die enge Staffelung der Gäste. „Wir haben Wolfau zu genau dem Spiel gebracht, das wir wollten“, so Huremovic. Bis zur Pause blieb es beim 0:1, auch weil Riedlingsdorf die Zweikämpfe konzentriert führte und kaum etwas zuließ.

Nach der Pause eiskalt: Miscin schnürt den Doppelpack, Zibert setzt den Schlusspunkt

Aus der Kabine kam Riedlingsdorf mit demselben Fokus – und legte in der Offensive zu. „Der Unterschied war, dass wir kompakter standen und im Umschaltspiel schnell in die Tiefe gespielt haben“, erklärte Huremovic. In Minute 60 stellte Ivan Miscin mit einem abgeklärten Abschluss auf 2:0; Wolfau musste öffnen, fand aber weiterhin wenig Durchschlagskraft. „Wir haben ihnen keine einzige Torchance gelassen“, meinte der Trainer und verwies darauf, dass Wolfau zu Hause lange nicht verloren habe. Riedlingsdorf blieb am Drücker, nutzte Räume und blieb zielstrebig: In der 81. Minute traf erneut Miscin zum 3:0, ehe Zibert in Minute 87 mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand herstellte. „Wir haben uns diesmal für die Arbeit belohnt – so sind die vier Tore gefallen“, sagte Huremovic zufrieden über die konsequente Vorstellung vom Anpfiff bis zur letzten Aktion.

Kompakt, reif, abgeklärt – und ein Wort zum Schiri

In seiner Analyse hob Huremovic vor allem die Disziplin seiner Mannschaft hervor. „Wir sind sehr kompakt gestanden, haben Wolfau zu hohen Bällen gezwungen – die haben zu nichts geführt, weil wir dafür genau aufgestellt waren.“ Verwundert habe ihn, dass Wolfau über 90 Minuten kaum etwas anderes probierte. Verbesserungspotenzial sah der Coach nach diesem Auftritt nicht: „Wir müssen nur genauso die letzten Spiele spielen, dann ist noch einiges möglich.“ Ein kleiner Wermutstropfen aus Sicht des Trainers war eine Gelbe Karte gegen Urban Zibert. „Bei Zibert war es aus meiner Sicht keine Gelbe. Er wartet, der Gegenspieler steht drei Meter vor ihm – dann kriegt er Gelb wegen Verzögerung. Das war für mich eine Fehlentscheidung“, ärgerte sich Huremovic, schob aber fair nach: „Sonst hat der Schiedsrichter das in einem Top-Spiel der Zweiten Klasse mit vielen Zuschauern gut gemacht.“ Mit dem klaren Auswärtssieg untermauert Riedlingsdorf seine starke Position in der Spitzengruppe, während Wolfau vor eigenem Publikum einen Dämpfer hinnehmen muss – und beide Teams wissen nun, worauf es im Saisonfinish ankommt.

2. Klasse Süd A: Wolfau : Riedlingsdorf - 0:4 (0:1)

  • 87
    Urban Zibert 0:4
  • 81
    Ivan Miscin 0:3
  • 60
    Ivan Miscin 0:2
  • 22
    Urban Zibert 0:1

 

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