Runde 20 in der 2. Klasse Süd A: Der SV Hannersdorf lieferte der SPG Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b lange einen offenen Fight, stand am Ende aber mit leeren Händen da – 2:4. Nach einer klaren Gästeführung kamen die Hausherren zurück und glichen aus, ehe zwei späte Nadelstiche alles entschieden. Trainer Georg Konrad haderte mit dem Start, lobte aber die Reaktion: „Die erste Halbzeit gehört Buchschachen, die zweite Halbzeit hat uns gehört. Ein Unentschieden wäre für beide Mannschaften korrekt gewesen.“

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Der Nachmittag kippte früh in Richtung Gäste, weil Balint Beke zweimal eiskalt zuschlug. In Minute 26 stellte er auf 0:1, sieben Minuten später legte er zum 0:2 nach – der Pausenstand war hergestellt. Für Georg Konrad war der Verlauf in den ersten 45 Minuten schnell erklärt: „Die ersten zwei Gegentore in der ersten Halbzeit waren klassische individuelle Fehler von unserer Seite. Das darf nicht passieren.“ Dazu kam der fehlende Zugriff: „In der ersten Halbzeit haben mir Aggressivität und Leidenschaft gefehlt.“ Hannersdorf lief hinterher, Buchschachen/Loipersdorf-Kitzladen 1b hatte mehr vom Spiel und nahm die komfortable Führung mit in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel drehte Hannersdorf auf – und machte aus dem 0:2 ein 2:2. Zunächst verkürzte Fabio Ressner in der 53. Minute, bevor Michel Simon nur acht Minuten später den Ausgleich besorgte. In dieser Phase bekamen die Heimischen Oberwasser, der Rhythmus passte, die Wege wurden mutiger. Konrad fasste die stärkste Phase seiner Elf so zusammen: „Von der 45. bis zur 80. Minute war es eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft. Wir hätten statt des 2:2 auch 3:2 in Führung gehen können.“ Der Glaube war zurück, das Spiel nun völlig offen. Hannersdorf blieb am Drücker, die Gäste ließen allerdings wenig Hochkaräter zu und warteten auf ihre Gelegenheit.
Genau diese Gelegenheit kam in der Schlussphase – und Andras Egyed nutzte sie doppelt. In der 84. Minute traf er zum 2:3, in der 89. Minute legte er das 2:4 nach. Konrad ordnete die Entscheidung so ein: „In der zweiten Halbzeit hat Buchschachen mit zwei Traumtoren die Partie für sich entschieden. Dann wurden wir leider mit dem 3:2 bestraft.“ Aus seiner Sicht lag der Unterschied klar im Abschluss: „Der Gegner war heute in der Chancenauswertung besser.“ Ein Wort noch zum Drumherum: „Die Schiedsrichterleistung war sehr okay. Das Spiel war sehr fair.“ Trotz des Resultats blieb sein Fazit nüchtern: „Ein Unentschieden wäre für beide Mannschaften korrekt gewesen.“
Die Zahlen unterstreichen das Gefühl eines zweigeteilten Spiels: Zwei Gegentreffer vor der Pause, zwei eigene Treffer kurz nach der Pause, dann zwei späte Nackenschläge. Für ein Team, das in der Tabelle aktuell auf Rang zehn hält und sich jeden Punkt erarbeiten muss, sind solche Schwankungen teuer. Konrad wird die klaren Ansatzpunkte angehen: „Individuelle Fehler dürfen nicht passieren, und wir brauchen von Beginn an mehr Aggressivität.“ Gleichzeitig nimmt er das Positive mit: Über 35 Minuten nach der Pause war seine Mannschaft das aktivere Team. Gegen die SPG, die als Sechster im oberen Mittelfeld steht, ist das ein Fingerzeig – nun gilt es, die gute Phase zu strecken und sich dafür auch zu belohnen.