In der 2. Klasse Süd A setzte sich die SG EFM Redlschlag auswärts mit 4:2 bei der ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling durch. Nach perfektem Start und späterem 2:2-Ausgleich der Hausherren fanden die Gäste die passende Antwort und machten in der Schlussphase alles klar. Trainer Benedikt Bertl sprach danach von einem Sieg der Mentalität und beließ es nicht bei Lob: Er sah eine aus seiner Sicht schwache Schiedsrichterleistung – und hob gleichzeitig den Kampfgeist seiner Mannschaft hervor: „Jeder hat für jeden gekämpft.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Redlschlag erwischte einen Start nach Maß und war früh voll da. Bereits in der 5. Minute stellte Balint Miklos Edelenyi auf 0:1, nur zwei Zeigerumdrehungen später legte Adam Bazso zum 0:2 nach. Genau dieses Bild bestätigte Coach Benedikt Bertl: „Die ersten 30, 35 Minuten waren wir klar feldüberlegen. Goberling hatte da gar keine Chance.“ Kurz vor der Pause meldete sich der Außenseiter dennoch zurück: Lukas Pojer verkürzte in der 42. Minute auf 1:2, mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Nach dem Wechsel kamen die Goberlinger mit frischem Mut aus der Pause und glichen durch Jonathan Schlacher in Minute 58 zum 2:2 aus. Die Antwort der Gäste ließ jedoch nicht lange auf sich warten: In der 67. Minute traf erneut Balint Miklos Edelenyi zum 2:3, ehe Adam Bazso in der 86. Minute mit seinem zweiten Tor des Tages den Deckel zum 2:4 draufsetzte. Für Bertl war der Knackpunkt klar: „Nach dem 3:2 wusste ich, wir gewinnen diese Partie.“
So deutlich der Spielbeginn, so deutlich fiel auch Bertls Urteil über den Unparteiischen aus. Der Redlschlag-Trainer fand klare Worte: „Ab der ersten Minute war der Schiedsrichter spielentscheidend. Normal kritisiere ich das nicht, aber heute war das eine Katastrophe.“ Aus seiner Sicht häuften sich die strittigen Entscheidungen: „Er war auf beide Seiten schlecht. In der ersten Halbzeit bekommen wir einen klaren Elfmeter nicht, und viele Entscheidungen waren gegen uns.“ Bertl sprach zudem von zwei Gelb-Roten gegen seine Mannschaft, von denen aus seiner Sicht nur eine vertretbar gewesen sei. Umso stärker hob er die Reaktion seines Teams hervor: „Die größte Stärke war der Teamgeist, die Mentalität. Jeder hat für jeden gekämpft. Wir waren zu neunt, fast 20 Minuten, und keiner hat aufgegeben.“ Auch die Offensivachse bekam Extra-Lob: „Adam Bazso und Balint Edelenyi, das Zusammenspiel war wahnsinnig gut – super Tore.“
Inhaltlich sah Bertl den Gegner so, wie erwartet: „Goberling ist tief gestanden und hat über schnelle Umschaltmomente probiert, uns weh zu tun. In zwei, drei Situationen haben sie es gut gemacht, aber der letzte Pass hat gefehlt.“ Redlschlag hielt dagegen, ließ sich vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus der Bahn werfen und nutzte die Chancen in wichtigen Momenten eiskalt – Edelenyi und Bazso trugen sich jeweils doppelt in die Schützenliste ein, Pojer und Schlacher sorgten für die Goberlinger Treffer. Bei allem Jubel blieb der Trainer selbstkritisch: „Ein, zwei Gelbe waren unnötig, daran müssen wir arbeiten. Sonst kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen.“ Mit dieser Auswärtsleistung will Redlschlag den Schwung mitnehmen. Goberling blieb trotz tiefer Defensive und gefährlicher Konteransätze ohne Zählbares und muss im letzten Drittel weiter nach Lösungen suchen.