In der 2. Klasse Süd A trennten sich der SV Auto Schuh Hochart und der SC Schachendorf mit 2:2. Es war, wie Hochart-Trainer Dieter Höfler später sagte, „ein offener Schlagabtausch“, mit starken Phasen beider Seiten und einigen umstrittenen Entscheidungen. Schachendorf führte früh und lange, Hochart kam nach der Pause zurück und glich in der Nachspielzeit aus. „Das 2:2 war am Ende gerecht“, bilanzierte Höfler – ein Satz, der die intensive Partie der 20. Runde gut auf den Punkt bringt.

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Die Gäste aus Schachendorf legten den besseren Start hin und hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel. Nach 14 Minuten schlug das auch im Ergebnis durch: Elijah Cernut traf zum 0:1, bis zur Pause blieb es bei dieser knappen Führung. „Die ersten dreißig Minuten waren Schachendorf klar die bessere Mannschaft“, bestätigte Dieter Höfler. Nach dem Seitenwechsel arbeitete sich Hochart Stück für Stück ins Spiel, und in Minute 57 stellte Shabeer Niazi auf 1:1. Die Antwort der Gäste ließ kaum Zeit zum Durchschnaufen: Bereits zwei Minuten später traf Laszlo Bacsi zum 1:2. Hochart blieb dran, warf in der Schlussphase alles nach vorne und wurde spät belohnt: In der 92. Minute erzielte Marijan Markovic das 2:2. Laut Höfler fiel der Ausgleich „durch einen gerechten Elfmeter“ – die Schlusspointe eines Abends, an dem sich beide Teams den Punkt mit viel Einsatz holten.
Aus Trainersicht drehte sich viel um zwei Situationen, die ihm auch nach Abpfiff noch im Kopf herumgingen. „Es stand 1:1, dann war ein klares Foul am Sechzehner für uns, das der Schiedsrichter nicht gegeben hat, und im Gegenzug haben wir das 1:2 bekommen. Das war für uns eine sehr spielentscheidende Szene“, erklärte Höfler. Er sprach zudem von einem „klaren Elfmeter“, den seine Mannschaft zuvor nicht bekommen habe. Ganz zum Schluss habe es dann „einen gerechten Elfmeter“ für den Ausgleich gegeben. Wichtig ist ihm dabei die Einordnung: „In Summe kann man sagen, ein gerechtes 2:2.“ Dass Schachendorf derart energisch auftrat, kam für ihn nicht völlig überraschend. „Sie haben sehr aggressiv begonnen, obwohl sie erst einen Punkt in der Rückrunde gemacht haben. Ich glaube, die haben auch einen Trainerwechsel gehabt – die Mannschaft hatte wieder volle Energie“, sagte Höfler, der die starke Anfangsphase der Gäste ausdrücklich anerkannte.
Hochart musste an diesem Tag auf seinen Taktgeber verzichten – und das merkte man, so Höfler. „Unser Spielmacher Lan Zibert war wegen der fünften Gelben gesperrt. Das ist quasi der Motor in unserer Mannschaft“, schilderte der Trainer. Seine Elf tat sich zu Beginn schwer, war „zu defensiv“ und kam im Umschalten nicht in die Gänge. „Wir waren zu weit vom Mann weg, haben Zweikämpfe verloren und nicht die zweiten Bälle gewonnen“, sagte Höfler offen. Nach zwei Heimsiegen sei vielleicht der Glaube da gewesen, „dass es von alleine geht“. Trotzdem fand sein Team ins Spiel, erarbeitete sich Möglichkeiten, blieb hartnäckig und nahm am Ende einen Zähler mit. In der Tabelle liegen beide eng beisammen, und für Hochart zählt der nächste Schritt. „Wir schauen nach vorne, hoffen, dass die gesperrten Spieler zurückkommen, und wollen in Deutsch Schützen wieder zu drei Punkten kommen“, blickte Höfler auf die kommende Aufgabe.