In der 2. Klasse Süd A trennten sich der ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling und der SV Kroisegg 2:2. Nach frühem Rückstand drehte Goberling die Partie, ehe die Gäste wieder zuschlugen. Für Trainer Michael Koller war es dennoch ein verlorener Sieg. „Aufgrund der vielen Möglichkeiten geht das Unentschieden für mich nicht in Ordnung“, sagte der Goberling-Coach und haderte vor allem mit der Chancenverwertung – trotz des Doppelpacks von Raphael Schermann, der die Hausherren nach der Pause zwischenzeitlich in Führung schoss.
Goberling kam mit dem klaren Plan, an die gute Vorwoche anzuschließen und zu Hause endlich die vollen drei Punkte zu holen. Michael Koller sah sein Team auch gut starten: „Wir haben von Beginn weg über das ganze Match das Spiel dominiert, hatten viele große Möglichkeiten, die wir leider nicht genutzt haben.“ Es passte ins Bild, dass die Gäste eiskalt zuschlugen. In Minute 14 setzte Andras Zoltan Sinka den ersten Nadelstich und brachte Kroisegg 1:0 in Front. „Wir waren dauernd in der Angriffsbewegung, bekommen dann im Gegenzug das Tor und konnten unsere Chancen nicht nützen“, ärgerte sich Koller. Goberling blieb das aktivere Team, erspielte sich weiter gute Szenen, doch zur Pause stand es 0:1. Die Heimischen hatten mehr vom Spiel, mussten aber einem Rückstand hinterherlaufen, der bis zur Pause Bestand hatte.
Direkt nach Wiederbeginn belohnte sich Goberling dann endlich. In der 48. Minute traf Raphael Schermann zum 1:1, der Knoten schien geplatzt. Die Hausherren blieben am Drücker und legten nach: Wieder war es Schermann, der in Minute 63 das 2:1 markierte. In dieser Phase passte vieles, wie Koller einräumte: „Wir sind erst nach dem Ausgleichstreffer beziehungsweise nach der Führung richtig munter geworden und konnten das Spiel am Ende nicht gewinnen.“ Denn die Effektivität blieb ein Thema. Weitere vielversprechende Angriffe brachten nicht die Entscheidung – und Kroisegg antwortete. In der 70. Minute schlug Sinka erneut zu und stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 2:2. Für Koller war klar, was den Sieg kostete: „Es lag an der mangelnden Chancenauswertung meines Teams.“
Der Goberling-Trainer blieb auch nach Abpfiff bei seiner Linie und sparte nicht mit klaren Worten. „Ich hätte mir von Beginn an mehr Feuer im Team erwartet, so wie letzte Woche“, sagte Koller. Der Matchplan sei da gewesen, das Spiel auch über weite Strecken kontrolliert – das Resultat aber zu wenig. Zum Gegner meinte er knapp: „Der Gegner hat sehr körperbetont gespielt.“ Auch der Unparteiische bekam eine Einschätzung ab, die Koller ausdrücklich als beidseitig verstand: „Die Leistung des Schiedsrichters war auf beiden Seiten ziemlich schwach; in einigen Situationen hätte er mit mehr Gefühl reagieren können.“ Mehr wollte der Coach dazu nicht sagen. Für die nächsten Runden bleibt die Marschroute klar: mehr Konsequenz vor dem Tor. „Wir wollten zu Hause die ersten drei vollen Punkte erreichen“, sagte Koller – und dieses Ziel bleibt, trotz des 2:2, bestehen.