Im Burgenland-Derby der 2. Klasse Süd A setzte sich UFC "PG-Cars" Oberschützen gegen Riedlingsdorf mit 1:0 durch. Nach torloser erster Halbzeit entschied in Minute 60 ein wuchtiger Kopfball von Lukas Wachter nach einer Freistoßflanke von links. Sektionsleiter Gerhard Wolfger sprach von einem kampfbetonten Spiel und hob das Kollektiv hervor: "Die Jungs wollten den Sieg unbedingt." In der Schlussphase sah Riedlingsdorf noch Rot, Oberschützen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

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In den ersten Minuten hatte Riedlingsdorf mehr vom Spiel – das bestätigte auch Gerhard Wolfger ohne Umschweife: "Riedlingsdorf war am Anfang spielbestimmend." Oberschützen brauchte etwas, um ins Derby hineinzufinden, stabilisierte sich dann aber Schritt für Schritt. "Danach haben wir uns immer weiter gefangen und das Spiel in die Hand genommen und den Gegner zu Fehlern gezwungen", schilderte der Sektionsleiter. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, Tore fielen keine. Nach dem Seitenwechsel nutzte Oberschützen dann eine Standardsituation eiskalt. In der 60. Minute segelte ein Freistoß von links in den Strafraum, wo Lukas Wachter am höchsten stieg und per Kopf zum 1:0 traf. "Ein Freistoß von der linken Seite, eine Flanke in den Strafraum und der Kopfball von Lukas Wachter", so Wolfger zur entscheidenden Szene. Mit der Führung im Rücken wirkte die Heimelf gefestigt und trat noch selbstbewusster auf.
Alles andere als ein Spaziergang, das betonte Wolfger mehrfach. "Es war sehr kampfbetont, ein richtiges Derby – und gute Werbung für die Zweite Klasse", sagte er. Dass sein Team am Ende jubelte, führte er nicht auf einen Einfall einzelner zurück, sondern auf das große Ganze: "Das Kollektiv und der Kampfgeist der Mannschaft waren entscheidend. Die Jungs wollten unbedingt den Sieg." Inhaltlich gefiel ihm, wie geschlossen seine Elf agierte: "Disziplin, Positionsspiel und das taktische Verhalten haben gut funktioniert." Gleichzeitig blieb er bodenständig und nannte einen klaren Arbeitsauftrag für die nächsten Wochen: "Wir müssen uns mehr Torchancen erarbeiten." Den Gegner würdigte er ausdrücklich: "Riedlingsdorf war kämpferisch sehr stark und sehr entschlossen, ein Tor zu schießen." Im Gesamtbild, so Wolfger, sei die Partie "relativ ausgeglichen" gewesen, "Über das Spiel gesehen waren wir am Ende doch die stärkere Mannschaft."
Die Schlussphase hatte es noch einmal in sich. In der 82. Minute sah Riedlingsdorfs Marcel Piff die Rote Karte – der Gast spielte die letzten Minuten in Unterzahl, Oberschützen blieb konzentriert und brachte das 1:0 über die Zeit. Das passte zum Abend, an dem die Hausherren vor allem über Ordnung und Einsatz kamen. Einordnung lieferte auch ein Blick auf die Tabelle: Aktuell hält Riedlingsdorf bei 43 Punkten und rangiert auf Platz drei, Oberschützen folgt mit 41 Zählern auf Rang fünf. Die Bedeutung des Sieges schmälert Wolfger trotzdem nicht. Er verbindet sie mit einem klaren Auftrag: "Wir nehmen den Schwung mit, aber wir wollen uns vor allem mehr Chancen herausspielen." Und noch etwas blieb ihm wichtig: "Der Schiedsrichter war relativ gut und hatte das Spiel ständig unter Kontrolle." Ein Derby, das mit drei Punkten für die Heimischen endete.