In der 2. Klasse Süd A setzte es für den SC Schachendorf gegen ASKÖ Kalchbrenner Bau Goberling in Runde 23 einen klaren 3:0-Heimsieg. Akos Fajko traf doppelt, Elijah Cernut legte vor der Pause nach, zur Halbzeit stand es 2:0. Gästetrainer Michael Koller sprach nachher offen über Ausfälle und fehlenden Punch. „Zum Schluss haben wir aufgemacht und versucht, alles noch zu regeln“, so sein nüchternes Resümee nach einer Partie, in der Goberling den Rückstand nicht mehr drehen konnte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Schachendorf stellte das Spiel früh auf Kurs: Nach 16 Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz, Akos Fajko besorgte das 1:0. Aus Goberlinger Sicht fiel der Auftakt durch einen Distanzschuss. Michael Koller erklärte: „Heute war ein Distanzschuss vom Sechzehner drin, da war der Schütze frei – das war das 1:0.“ Kurz vor dem Pausenpfiff legten die Hausherren nach: In Minute 43 erhöhte Elijah Cernut auf 2:0. „Das zweite Tor war eine Unachtsamkeit“, ärgerte sich Koller, dessen Team mit dem 0:2 in die Kabine musste. In der Schlussphase warf Goberling alles nach vorne, doch statt des Anschlusses setzte Fajko in der 88. Minute den Deckel drauf – 3:0 und damit der Endstand einer Partie, in der die Gastgeber ihre Chancen nutzten.
Nach dem Spiel benannte Michael Koller die Hauptursachen klar. „Wir wollten nach dem Auswärtssieg und dem 2:2 daheim natürlich nachlegen“, sagte der Trainer, „aber wir konnten leider nicht aus dem Vollen schöpfen, weil uns vier Stammspieler gefehlt haben – teils krank, teils gesperrt.“ Die Umstellungen spürte seine Mannschaft über 90 Minuten. „Gefehlt hat der Mannschaft der reine Siegeswille“, so Koller, der seine Ersatzleute ausdrücklich in Schutz nahm: „Die Spieler, die reingekommen sind und ihre Chance bekommen haben, haben alles gegeben. Aber man kann einfach nicht vier oder fünf Stammspieler ersetzen.“ Auf die Frage nach positiven Aspekten blieb der Coach ehrlich: „Nein, in diesem Sinne nicht.“ Hinter diesen Sätzen steckte spürbare Frustration – und der nüchterne Blick darauf, warum es an diesem Tag nicht gereicht hat.
Koller ordnete auch den Gegner ein. „Schachendorf war meiner Meinung nach bis jetzt einer der schwächsten Gegner, die wir gehabt haben“, sagte er und machte gleichzeitig deutlich, dass genau deswegen die eigenen Ausfälle und Nachlässigkeiten umso mehr ins Gewicht fielen. Zum Unparteiischen meinte der Goberling-Coach: „Es war ein Schiedsrichter, der meiner Meinung nach nicht allzu viel Erfahrung hat. Fehler passieren auf beiden Seiten.“ Trotz der Enttäuschung denkt Koller bereits an den Schlussspurt: „Wir werden alles daran setzen, dass wir in den letzten Spielen noch punkten.“ Nach dem 0:3 ist die Aufgabenstellung klar: kompakt bleiben, die Ausfälle so gut es geht auffangen – und in den letzten Spielen wieder punkten.