Spielberichte

Top 4 im Visier: „Wir wollen wieder vorne mitspielen“ – Bertl mahnt Disziplin ein

SG Redlschlag

Die 2. Klasse Süd A hat für die SG EFM Redlschlag eine starke Saison gebracht – am Ende steht Rang drei und viel Rückenwind im Ort. Trainer Benedikt Bertl blickt zufrieden auf ein spielstarkes Team, benennt aber auch klar die Baustellen. „Offensiv waren wir sehr stark“, sagt er, „defensiv haben wir in den letzten, entscheidenden Partien zu einfache Gegentore kassiert.“ Zudem will Redlschlag die Kartenflut eindämmen. Das Ziel fürs neue Spieljahr ist gesetzt: wieder vorne mitmischen, am liebsten in den Top vier.


Fußballspieler legt sich den Ball auf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rückblick mit klaren Worten: vorne viel Wucht, hinten zu viele Geschenke

Redlschlag war über weite Strecken der Saison am Drücker, war phasenweise sogar ganz oben und hielt sich lange in der Verfolgergruppe. Der dritte Platz unterstreicht, dass Qualität da ist – vor allem in der Offensive. „Gut funktioniert hat das Spielerische, vor allem offensiv waren wir sehr stark“, fasst Benedikt Bertl zusammen. Was schmerzte, waren die letzten Wochen: „Defensiv haben wir in den letzten entscheidenden Spielen zu viele Fehler gemacht und zu leichte Tore bekommen.“ Genau dort verspielte man jene Extrazähler, die den ganz großen Sprung möglich gemacht hätten. Trotzdem blieb die Stimmung positiv – das Team war bis zum Schluss vorne dabei, und das spürt man im Umfeld.

„Die Karten müssen wir in den Griff bekommen“ – Disziplin und Abwehr als Schwerpunkte

Der Trainer nahm die heiklen Themen offen auf den Tisch. „Verbesserungsbedarf ist bei den Karten – gelb und rot müssen wir unbedingt in den Griff bekommen“, betont Bertl. Denn gerade in engen Spielen entscheiden Details: Unterzahlphasen kosten Körner, öffnen Räume und fressen Rhythmus. Dazu kommt die zweite Baustelle: die einfachen Gegentore. „Wir haben uns lange nicht belohnt, weil wir hinten zu viel angeboten haben“, ordnet der Coach ein. Für die Vorbereitung heißt das: konzentrierte Arbeit gegen den Ball, klare Abläufe, wach in den entscheidenden Zonen. Die Idee dahinter ist simpel: Wenn Redlschlag die Disziplin hält und die leichten Fehler abstellt, trägt die starke Offensive die Mannschaft noch konstanter durch die Saison.Für die Defensive wurde deshalb noch ein Spieler verpflichtet der aus der Sicht des Trainers ein Unterschiedsspieler sein kann.

Kadernews: Abgänge, Neuzugang aus der Unterliga Steiermark, Junge klopfen an

Personal gab es ebenfalls zu vermelden. „Zwei Spieler haben den Verein verlassen: Laszlo Toth und Daniel Szabo“, berichtet Bertl nüchtern. Auf der Habenseite steht unter anderem ein Neuzugang aus der Unterliga Steiermark. „Er hat sich bei den ersten zwei Trainings und beim Teambuilding sehr gut eingefügt“, lobt der Trainer. Zusätzlich wurden zwei weitere Spieler geholt, die Gruppe bleibt ansonsten zusammen – ein Plus für Automatismen. Erfreulich: Der eigene Nachwuchs rückt nach. „Die ganze Mannschaft hat im Frühjahr sehr gut performt, und die Jungen haben den nächsten Schritt gemacht“, sagt Bertl über Talente wie Philip Kappel, Elias Klein, Fabian Bendekovits und Philipp Koller. Sorgenfall bleibt vorerst Alex Kaman, der sich privat verletzt hat. „Ich hoffe, dass er bis zum Meisterschaftsstart wieder fit ist.“

Ausblick: Euphorie im Ort, Top vier als Ziel – und Einladung zum Sportfest

Im Verein herrscht Aufbruchstimmung. „Im Umfeld sind alle noch immer sehr euphorisch, weil es eine Top-Saison war und wir bis zum Schluss vorne dabei waren“, schildert Bertl. Der Anspruch daraus ist klar formuliert: „Unser Ziel ist, wieder vorne mitzuspielen – die ersten drei, vier Plätze.“ Selbstvertrauen ist da, nicht zuletzt wegen der Auftritte gegen den Ligaprimus. „Wir waren die Einzigen, die gegen sie nicht verloren haben – zweimal Unentschieden“, erinnert der Coach. Am Gerüst wird nicht gerüttelt, das Betreuerteam bleibt unverändert. Zum Schluss richtet Bertl noch einen Gruß an die Fans: „Wir laden alle Leserinnen und Leser herzlich zu unserem Sportfest am 27. und 28. Juni in Redlschlag ein – wir freuen uns über viele Besucher.“