Spielberichte

SV Rohrbrunn-Coach Zsolt Jona: „Mindestens ein Punkt war drin“ – 1:2 in Gerersdorf-Sulz

UFC Gerersdorf-Sulz
SV Rohrbrunn

Beim Auswärtsspiel der 2. Klasse Süd B beim UFC Gerersdorf-Sulz schildert Zsolt Jona, Trainer von SV Rohrbrunn, eine Partie, die aus seiner Sicht von massiven Personalsorgen, hoher Intensität und einer strittigen Schlüsselszene geprägt war. Sechs Akteure fehlten krankheits- oder berufsbedingt, zudem war ein Spieler gesperrt – am Ende stand nur ein Wechselspieler zur Verfügung. In einem kampfbetonten Duell empfand er die Gastgeber als „extrem aggressiv“. Kurz vor der Pause geriet seine Mannschaft 0:1 in Rückstand – aus seiner Sicht durch einen fragwürdigen Elfmeter von Laszlo Toth. Nach dem 0:2 durch Laszlo Toth warf Rohrbrunn alles nach vorne, der späte Anschlusstreffer zum 1:2 durch Florian Kernbichler kam jedoch zu spät. Trotz der Niederlage betonte Jona: „Meiner Meinung nach war mindestens ein Punkt drin – unser Kader war an diesem Tag zu klein.“


Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

Image by Stadien_NRW from Pixabay

Personalsorgen und ein improvisierter Plan

Die Ausgangslage war von Beginn an schwierig: „Bei uns sind vier neue Spieler in die Startaufstellung gerückt. Neues System“, erklärt Jona die Umstellungen, die aus den Ausfällen resultierten. Generell sei es in dieser Spielklasse für seine Amateurmannschaft kompliziert, Woche für Woche eine eingespielte Formation aufzubieten – mal fehlen Spieler aus beruflichen Gründen, dann wieder verletzungs- oder sperrenbedingt. Gegen Gerersdorf-Sulz stand laut Jona nur ein einziger Joker bereit, Wechselmöglichkeiten gab es praktisch keine. In der ersten Halbzeit sah er Vorteile beim Gegner: „In der ersten Halbzeit hatte Sulz meiner Meinung nach mehr Ballbesitz.“ Nach dem Seitenwechsel kam Rohrbrunn besser in Schwung, baute Druck auf und hatte mehr Ballkontakte, ließ aber Chancen liegen: „Leider haben wir unsere Chancen liegen gelassen.“

Schlüsselszene vor der Pause und Diskussionen um die Linie

Als Dreh- und Angelpunkt nennt Jona den Führungstreffer der Hausherren kurz vor der Pause – für ihn das 0:1 nach einem „fragwürdigen Elfmeter“ (Torschütze: Laszlo Toth, 37.). Die Szene beschreibt er als Zweikampf im Strafraum, bei dem sein Spieler in den Ball rutschte; den Pfiff empfand er als zu hart. Trotz seiner Kritik zeigt Jona auch Verständnis: Er betont, wie schwierig die Aufgabe für den Unparteiischen sei – allein gegen 22 Spieler auf großem Feld. „Auf beiden Seiten gab es zwei Situationen, in denen nicht gepfiffen wurde“, so seine Einschätzung. Unterm Strich bleibt für ihn der Ärger über den Zeitpunkt des 0:1 und die Folge: Der Treffer vor der Pause gab Gerersdorf-Sulz Rückenwind für den zweiten Durchgang.

Mehr Zugriff nach der Pause, viel Kampf – und das Tor zu spät

Nach dem Wiederanpfiff zeigte Rohrbrunn eine deutlich lebendigere Vorstellung: mehr Ballbesitz, mehr Präsenz, mehr Druck. Standards brachten beiderseits Gelegenheiten, doch die Effizienz blieb überschaubar: „Die Torchancenverwertung war von beiden Mannschaften nicht sehr souverän.“ In einer Phase, in der der Ausgleich in der Luft lag, kassierte Rohrbrunn nach einem Konter das 0:2 – Torschütze erneut Laszlo Toth (69.). Dennoch warf die Mannschaft alles nach vorne; der späte Anschlusstreffer zum 1:2 (Torschütze: Florian Kernbichler, 77.) kam jedoch zu spät, die Aufholjagd blieb unvollendet. Für Jona steht fest, dass es ein intensives, kampfbetontes Spiel war, in dem seine Mannschaft die Mentalitätsprobe bestand: „Mit dem Kampf war ich zufrieden.“ Sein Blick nach vorne bleibt zuversichtlich: „In dieser Klasse kann jeder jeden schlagen – sie ist komplett ausgeglichen.“

2. Klasse Süd B: Gerersdorf-Sulz : Rohrbrunn - 2:1 (1:0)

  • 77
    Florian Kernbichler 2:1
  • 69
    Laszlo Toth 2:0
  • 37
    Laszlo Toth 1:0