Im Duell der 2. Klasse Süd B zwischen SV Ollersdorf und FC Stinatz ordnet Wilhelm Blaskovits, Trainer des FC Stinatz, die Partie als über weite Strecken ausgeglichen ein. Das Spiel endet 1:1, doch für den Coach überwog nach einer intensiven Schlussphase das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Er spricht von einer holprigen Vorbereitung und zahlreichen Ausfällen, die den Matchplan beeinträchtigten, verweist aber gleichzeitig auf die Stabilität seiner Mannschaft. In seiner Einschätzung würdigt Blaskovits die Leistung der Gastgeber, betont die eigenen späten Möglichkeiten und vermeidet bewusst jede Diskussion um die Schiedsrichterleistung. Gegenüber dem Gegner zeigt er Respekt – und gegenüber dem eigenen Team Zuversicht, die personellen Engpässe intern zu lösen.

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Die Begegnung nahm früh Fahrt auf: In der 20. Minute brachte Anto Tecic den FC Stinatz mit 1:0 in Führung. SV Ollersdorf fand die schnelle Antwort – in der 33. Minute erzielte Julian Strobl den Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeit, und am Ende blieb es nach 90 Minuten beim Remis. Während die Tore klar verteilt waren, legte die Partie ihre Dramatik in die Schlussphase: Blaskovits schildert, dass seine Mannschaft in den letzten zehn Minuten drei Hochkaräter hatte. Seine Einordnung ist eindeutig: „Das Spiel war insgesamt ziemlich ausgeglichen. Jedoch hatten wir in den letzten zehn Minuten drei gute Torchancen, mit denen wir das Spiel hätten entscheiden müssen.“
Der Trainer lieferte den Kontext zur eigenen Leistung gleich mit – personelle Hürden und ein erschwerter Vorlauf prägten den Auftritt. „Natürlich konnten wir nach der holprigen Vorbereitung und den vielen Ausfällen unser Spiel nicht so aufziehen, wie wir wollten, aber insgesamt sind wir doch zufrieden.“ Gleichzeitig bleibt der Coach bei einem heiklen Thema konsequent: „Über den Schiedsrichter äußere ich mich prinzipiell nicht über die Medien.“ Was die Kadersituation betrifft, machte Blaskovits die Marschroute klar und gab zugleich Zuversicht aus: „Wie bereits gesagt, haben wir viele Ausfälle zu verkraften, aber wir werden diese Ausfälle innerhalb unserer Mannschaft kompensieren, und ich bin überzeugt, dass wir das gut machen werden.“
In der Analyse des Gegners hielt Blaskovits Anerkennung parat: „Insgesamt hat Ollersdorf gut gespielt, wobei ihnen der Einsatz von mehreren Spielgemeinschaft-Spielern aus Olbendorf sehr hilfreich war.“ Auf die Frage nach einem überragenden Akteur fiel sein Urteil bewusst breit: „Aus meiner Sicht gibt es keinen Mann des Spiels.“ Dass die Schlussphase aus Stinatzer Sicht den Sieg greifbar machte, unterstreicht er noch einmal im Gesamtblick: Beide Mannschaften kamen zu ihren Chancen, der Dreier lag für Stinatz am Ende in der Luft. Zum Resultat positioniert er sich klar: „Natürlich hatten wir uns ein anderes Ergebnis erwartet.“