Im Burgenland ordnet Walter Paul die Lage nach dem Duell seines USV Burgauberg in der 2. Klasse Süd B gegen Wallendorf-Mogersdorf ein. Das Spiel endete 0:2 – im Zentrum seiner Analyse stehen vergebene Großchancen, fehlende Zweikampfhärte und zu viele Ungenauigkeiten. „Wenn man gegen einen Gegner, der am Tabellenende steht, keine Tore schießt und keine Zweikämpfe gewinnt, wird es sehr schwer, einen Sieg einzufahren“, betonte Paul. „Die größten Chancen – drei Hochkaräter – hatten wir. Die haben wir vergeben. Wie es im Fußball ist: Was man nicht macht, bekommt man.“ Nach der Pause habe sein Team mehr Ball- und Spielkontrolle gehabt, kam aber nicht zum Abschluss – besonders schmerzhaft gegen einen tief stehenden Gegner.

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Paul schilderte die Partie in Phasen: „Die 1. Halbzeit war ausgeglichen. In der 2. Halbzeit hatten wir mehr Ball- und Spielkontrolle, aber konnten das nicht in Tore ummünzen.“ Ausschlaggebend war für ihn das Verhalten im Ballbesitz und in den Duellen: „Der Gegner verteidigte speziell nach der Pause sehr tief und war sehr aggressiv in den Zweikämpfen – das waren wir nicht. Daher ist diese Niederlage zustande gekommen.“ Zudem monierte er ungenaues Passspiel und Unkonzentriertheiten, die Wallendorf-Mogersdorf das Verteidigen erleichterten. Dass die Burgauberger in Durchgang eins drei Topchancen ausließen, gab der Begegnung die Richtung; trotz mehr Ballbesitz nach der Pause fehlte die Durchschlagskraft im letzten Drittel.
Auch die Personallage floss in Pauls Bewertung ein: „Wir hatten Ausfälle, unter anderem fehlte unser Stürmer verletzungsbedingt.“ Standards spielten kaum eine Rolle: „Es gab kaum Standards, eher ein Geplänkel im Mittelfeld über die Seite.“ Den Wind nahm er als neutralen Faktor wahr: „Der Wind spielte keine Rolle; er war für beide Seiten gleich.“ Die Gäste setzten die entscheidenden Szenen: In der 17. Minute traf Balint Puhr zum 0:1, in der 72. Minute legte Dominik Wagner das 0:2 nach. Kurz vor Schluss sah Tobias Menzel die Gelb-Rote Karte. Paul betonte zugleich die Fairness am Feld: „Schiedsrichter war 1A, top. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“
Für die unmittelbare Zukunft setzte Paul klare Schwerpunkte: „Wir müssen die Zweikampfstärke forcieren, den Abschluss verbessern, die Einstellung schärfen und das Passspiel präziser gestalten. Im Training klappt das sehr gut, im Spiel wirken die Spieler aber nervös. Das werden wir analysieren und im nächsten Spiel umsetzen.“ Sein Fazit fiel unmissverständlich aus: „Ich erwarte mir mehr von meiner Mannschaft in Zukunft.“ Persönlich verband er die Analyse mit einem Wunsch: „Ich wünsche mir, dass meine verletzten Spieler so schnell wie möglich zurückkommen.“
Die Marschroute ist damit klar: mehr Konsequenz vor dem Tor, mehr Präsenz in den Zweikämpfen, genaueres Passspiel – und die Reaktion bereits im nächsten Auftritt.