Spielberichte

SV Heiligenbrunn – Peter Racz: „In drei Minuten gerettet“: Neudecker köpft, Simon trifft zum 2:2

SV Heiligenbrunn
USV Burgauberg

Ein turbulenter Nachmittag in der 2. Klasse Süd B endete für den SV Heiligenbrunn gegen den USV Burgauberg mit einem späten Ausgleich und gemischten Gefühlen. Trainer Peter Racz sprach von einer spielerisch starken zweiten Hälfte, großem Kampfgeist – und zugleich davon, dass der Punkt am Schluss auch mit Glück zustande kam. Trotz zweier Gelbsperren für die kommende Runde blickt er positiv nach vorn und hebt den Charakter hervor, der die späte Rettung zum 2:2 überhaupt möglich machte: „Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Lob aussprechen: Nach dem 0:1 und sogar dem 0:2 sind wir aufgestanden und haben uns das 2:2 erkämpft – hochverdient.“


Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Spielkontrolle und vergebene Chancen

In seiner Einordnung betonte Racz, dass seine Mannschaft bereits vor der Pause eine ordentliche Partie zeigte und nach dem Seitenwechsel klar aufdrehte. Heiligenbrunn hatte mehr Struktur und Spielanteile, ließ jedoch die nötige Effizienz vermissen. „Wir haben mehrere große Chancen nicht genutzt und am Ende mit etwas Glück noch das Unentschieden geholt“, so der Coach. Eine verpasste Großchance bei 0:0 sah er als ausgelassenen Türöffner. Stattdessen geriet sein Team nach einem Standard in Rückstand, weil „wir nicht aufmerksam genug waren“. Trotz allem blieb für Racz die eigene Überlegenheit erkennbar: Man habe das Spiel gemacht, die Aktionen sauber aufgebaut – und nach der Pause den Druck deutlich erhöht.

Dramatik in drei Minuten

Den ersten Stich setzten die Gäste: In der 31. Minute brachte Ziga Fras Burgauberg mit 0:1 in Front, zur Pause stand es 0:1. Spät schien die Partie entschieden, als in der 88. Minute ein Eigentor von Marcel Szvetits auf 0:2 stellte. Doch Heiligenbrunn kam mit Wucht zurück – genau so, wie es der Coach beschrieb: „Von 0:2 haben wir noch den Punkt gerettet – in drei Minuten.“ In der 90. Minute verkürzte Norbert Simon zunächst auf 1:2, kurz darauf köpfte Stefan Neudecker zum viel umjubelten 2:2 ein. „Der Punkt ist hochverdient – und trotzdem ein glücklicher, weil wir ihn in der letzten Sekunde gerettet haben“, ordnete Racz den Schlussakt ein.

Neudecker als Antreiber, kompakter Gegner, Blick nach vorn

Als prägenden Akteur nannte Racz ohne Zögern Stefan Neudecker: „Er spielt die ganze Saison diszipliniert und mit voller Motivation. Das Tor hat er sich verdient.“ Zudem lieferte Neudecker die Vorlage zum Anschlusstreffer von Simon – sinnbildlich für seinen Einfluss auf die Partie. Den Gegner sah Racz vor allem über die Defensivstruktur im Spiel: Burgauberg stand kompakt, fand einfache Lösungen in der Abwehr und traf glücklich. „Wir waren aber die bessere Mannschaft am Feld“, so Racz. Ein eigenes Thema blieb die Spielleitung in seiner Wahrnehmung: „Der Schiedsrichter hat für beide Seiten leicht Gelb gezeigt. Schade: Für die nächste Runde fehlen uns nun zwei Spieler wegen der fünften Gelben.“ Trotz dieser Hypothek richtet Racz den Blick nach vorn und formuliert die Zielsetzung für das nächste Wochenende klar: „Nächste Woche wollen wir die drei Punkte aus Sulz mitnehmen.“

2. Klasse Süd B: Heiligenbrunn : Burgauberg - 2:2 (0:1)

  • 92
    Stefan Neudecker 2:2
  • 90
    Norbert Achilles Simon 1:2
  • 88
    Eigentor durch Marcel Szvetits 0:2
  • 31
    Ziga Fras 0:1

 

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