In der 26. Runde der 2. Klasse Süd B feierte der SV Heiligenbrunn einen 2:1-Auswärtssieg beim USV Burgauberg. Nach einer zähen ersten Hälfte brachte Aron Szmolek die Gäste in Front, Patrick Hirschbeck glich nach der Pause aus, ehe ein spätes Eigentor von Julian Schlaffer die Entscheidung zugunsten der Gäste brachte. Trainer Peter Racz sprach von einem "Sommerkick", lobte aber Mentalität und Disziplin seiner ersatzgeschwächten Elf.

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Der Auftakt passte zur Beschreibung des Heiligenbrunn-Trainers: "Es war für mich ein bisschen Sommerkick, besonders in der ersten Halbzeit. Kaum Tempo, keine Chancen." Genau daraus zog seine Mannschaft den Plan, auf die eine saubere Möglichkeit zu warten – und sie dann konsequent zu nützen. In Minute 33 war es so weit: Aron Szmolek stellte auf 0:1 und brachte die Gäste mit der ersten echten Gelegenheit in Führung. Racz ordnete es so ein: "Unsere Stürmer haben die eine Chance trocken genutzt." Viel mehr passierte bis zur Pause nicht, beim 0:1 blieb es bis zur Halbzeit. Heiligenbrunn hatte damit das Momentum auf seiner Seite und konnte den zweiten Abschnitt mit dieser knappen Führung im Rücken angehen.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Burgauberg den Druck und kam in der 58. Minute durch Patrick Hirschbeck zum 1:1. Für Racz änderte sich dennoch wenig an der Herangehensweise: "Die Gastgeber hatten ein bisschen mehr Ballbesitz, aber wir haben auf Konter gespielt." Entscheidend blieb für ihn, dass seine Elf den Faden nicht verlor: "Wichtig war, dass wir in Führung gegangen sind und daran geglaubt haben. Nach dem Ausgleich sind wir kompakt geblieben." Dieses Durchhalten zahlte sich kurz vor Schluss aus. Heiligenbrunn setzte in der Schlussphase noch einmal auf Tempo in die Tiefe – und wurde in Minute 89 belohnt, wenn auch mit Glück: Ein scharf vorgetragener Gegenstoß endete in einem Eigentor von Julian Schlaffer zum 1:2. Racz beschrieb die Szene so: "Wir haben den Konter sauber ausgespielt, ein tiefer Pass, Lauf durch die Abwehr – und mit ein bisschen Glück war es dann ein Eigentor. Es wäre sonst der Stanglpass zu unserem Stürmer geworden." Der späte Treffer passte zur Linie des Spiels: wenig Hochglanz, aber maximale Effizienz.
Warum es für Heiligenbrunn reichte, fasste Racz mit wenigen, klaren Worten zusammen: "Für mich die Mentalität, die Einstellung – und der Glaube an den Sieg." Dass mehrere Stammkräfte fehlten, machte die Aufgabe nicht leichter. Umso größer fiel sein Lob für die Vertretungen aus: "Wir mussten heute wieder viele Spieler vorgeben, aber die Ersatzspieler haben super gespielt. Unsere Außenverteidiger haben in der Viererkette eng gemacht, und das Mittelfeld hat diszipliniert gearbeitet." Zum Gegner sagte er: "Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen mehr erwartet, aber wir konnten ihren starken Mittelfeldspieler stoppen." Auch der Rahmen gefiel ihm: "Der Schiedsrichter war total in Ordnung, er hatte das Match im Griff. Es war sehr fair, die eine gelbe Karte war gerecht." In der Tabelle hält Heiligenbrunn bei 31 Punkten auf Rang sechs, Burgauberg bleibt mit 40 Zählern Dritter. Die Freude über die unerwarteten Auswärtspunkte war groß: "Wir waren total froh, dass wir diese drei Punkte geholt haben." Und der Ausblick ist klar: "Nächste Woche haben wir das Derby zu Hause. Ich hoffe, dass viele kommen und uns im letzten Heimspiel unterstützen. Wir werden alles geben, um zu feiern."