In der 2. Klasse Süd B hat UFC Siget in der Wart am Samstag UFC Gerersdorf-Sulz mit 4:2 besiegt und damit die passende Antwort auf die jüngste Niederlage geliefert. Trainer Johannes Jani sprach danach von einer über weite Strecken dominanten Leistung, verschwieg aber auch nicht jene rund zwanzig Minuten, in denen seine Mannschaft zu viel Raum im Mittelfeld hergab und den Gegner wieder ins Spiel kommen ließ.

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Jani machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, mit welcher Haltung seine Mannschaft in diese Partie gegangen war. "Wir sind mit Wiedergutmachung ins Spiel gestartet und wollten unseren Zuschauern am heimischen Platz einen Sieg schenken", sagte der Trainer. Auf dem Feld setzte Siget das von Beginn an um. Schon in der 8. Minute brachte Gergö Pusztai die Gastgeber 1:0 in Führung. Nach 29 Minuten erhöhte Timo Kelemen auf 2:0, ehe Sascha Wallesz Gerersdorf-Sulz in der 34. Minute wieder heranbrachte. Siget ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen, sondern schlug noch vor der Pause zurück: Pusztai stellte in der 45. Minute auf 3:1. Für Jani war deshalb klar: "Eigentlich von Beginn an waren wir am Drücker, waren die offensivere Mannschaft."
Auch nach dem Seitenwechsel sprach zunächst vieles für einen ruhigen Nachmittag der Gastgeber. In der 58. Minute schnürte Kelemen seinen Doppelpack und erhöhte auf 4:1. Ganz durch war die Sache damit aber noch nicht. Nur fünf Minuten später kam Gerersdorf-Sulz durch ein Eigentor von Martin Rakhely auf 4:2 heran und blieb in einer Phase, die Jani selbst klar ansprach, wieder präsent. "Wir haben ungefähr zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten dem Gegner im zentralen Mittelfeld zu viel Platz und zu viel Ballbesitz gelassen", sagte der Trainer. Genau dort sah er den Abschnitt, in dem die Gäste zwischen der 60. und 80. Minute mehr Spielanteile hatten und auch zu Chancen kamen. Jani formulierte es offen: "Da hatten wir das Glück auf unserer Seite, dass Sulz nicht den Anschlusstreffer zum 4:3 geschossen hat."
Bei aller Kritik an dieser wackeligen Phase überwog bei Jani dennoch das Positive. "Wir waren die ganze Spielzeit über die dominierende Mannschaft", sagte der Siget-Trainer, der seine Elf über weite Strecken als feldüberlegen sah. Dass es am Ende nicht noch deutlicher wurde, lag aus seiner Sicht an der Chancenverwertung. "Das Spiel hätte auch 6:4 ausgehen können", meinte Jani und verwies damit sowohl auf die Möglichkeiten seiner Mannschaft als auch auf jene Minuten, in denen die Gäste wieder herankamen. Als größte Stärke nannte er das Auftreten mit dem Ball: "Wir hatten den Ball sehr gut in unseren Reihen. Wir waren spielerisch an diesem Tag überlegen." Ausschlaggebend waren für ihn vor allem das frühe 1:0 und Kelemens Treffer zum 2:0, weil Siget damit den Ton vorgab. Verbesserungspotenzial verortete er vor allem im Zentrum und auch bei der Kondition einzelner Spieler. Positiv hielt Jani zudem fest, dass der Schiedsrichter die Partie "sehr gut" und "recht unauffällig" leitete. Unterm Strich steht für Siget damit ein 4:2, das die gewünschte Reaktion brachte und die Mannschaft im oberen Bereich der Tabelle hält.