In der 2. Klasse Süd B hat SV Heiligenbrunn zuhause gegen USV Burgauberg-Neudauberg einen zähen 1:0-Erfolg eingefahren. Zur Pause stand es noch 0:0, entschieden wurde die Partie erst in der 89. Minute durch Norbert Achilles Simon. Trainer Peter Racz sprach danach von keiner guten Leistung seiner Mannschaft, sah den Sieg aber trotzdem als verdient an – auch, weil ein gehaltener Elfmeter in der zweiten Hälfte zum Schlüsselmoment wurde.

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Von Beginn an hatte Heiligenbrunn genau das Spiel vor sich, das der Trainer erwartet hatte. Racz schilderte, dass Burgauberg sehr tief stand und vor allem darauf aus war, kein Gegentor zu bekommen. "Wir haben einen ganz tief stehenden Gegner erwartet und das auch bekommen", sagte der Heiligenbrunner Trainer. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass die Gäste "eigentlich nur darauf eingestellt waren, kein Tor zu bekommen". Für seine Mannschaft sei daher früh klar gewesen, dass es kein Spiel für Hektik, sondern eines für Geduld werden würde. "Ich habe den Jungs gesagt, dass wir heute ganz große Geduld brauchen, bis wir unsere Chancen bekommen." Diese Chancen habe es vor der Pause auch gegeben, so Racz, nur der Führungstreffer sei ausgeblieben. Deshalb ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, obwohl die Gastgeber aus seiner Sicht schon in der ersten Halbzeit in Führung hätten gehen können.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie aus Sicht des Trainers unruhiger. Racz sprach von vielen Fehlpässen auf beiden Seiten und davon, dass beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten, das 1:0 zu erzielen. Gerade deshalb bekam die Szene um die Mitte der zweiten Halbzeit für ihn besonderes Gewicht. "Der wichtigste Moment war bei 0:0 in etwa in der 65. Minute, als mein Tormann den Elfmeter gehalten hat", erklärte er. Dass dieser Strafstoß für ihn schwer nachvollziehbar war, sagte Racz ebenfalls klar dazu, entscheidend war für ihn aber vor allem die Wirkung dieser Parade auf sein Team. "Das hat uns noch einmal Kraft und Glauben gegeben." Heiligenbrunn blieb damit im Spiel und arbeitete weiter, obwohl der Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt nicht zufrieden war. "Wir haben schlecht gespielt, wir können viel besser Fußball spielen", meinte Racz offen. Gleichzeitig stellte er aber auch fest, dass seine Mannschaft trotzdem mehr Chancen hatte als der Gegner und sich den Sieg damit über weite Strecken erarbeitet habe.
Die Entscheidung fiel dann doch noch ganz spät. In der 89. Minute erzielte Norbert Achilles Simon das 1:0 und sorgte damit für den einzigen Treffer der Partie. Racz beschrieb die Entstehung als gelungene Kombination aus Ballgewinn und sauberem Abschluss: Heiligenbrunn habe den Ball im Mittelfeld erobert, danach auf die rechte Seite gespielt, ehe der Stürmer an der Strafraumgrenze gut in den freien Raum eingelaufen sei. "Er hat den Ball sehr schön angenommen und wie im Training mit dem Rist ins lange Eck geschossen", sagte der Trainer über den späten Siegestreffer. Trotz der drei Punkte blieb er in seiner Einordnung ehrlich. Gegen einen Gegner wie Burgauberg müsse man so ein Spiel früher aufmachen, meinte Racz, weil der Gegner sonst immer mehr Selbstvertrauen bekomme. Er bescheinigte den Gästen eine gute Defensivarbeit und sprach davon, dass sie "gut gekämpft und gut verteidigt" hätten. Am Ende blieb bei ihm daher ein gemischtes Fazit hängen: "Wir sind heute mit unserer schlechtesten Leistung als glücklicher Sieger aus dieser Partie rausgekommen." Trotzdem stand für ihn unter dem Strich fest, dass Heiligenbrunn diesen Sieg mehr wollte und sich ihn deshalb spät, aber verdient holte.