In der II. Liga Mitte blickt Hannes Friesenbichler, Trainer des SV Rohrbach, optimistisch auf die zweite Saisonhälfte. Nach einer insgesamt erfolgreichen Herbstserie liegt Rohrbach aktuell auf Tabellenplatz fünf, punktgleich mit Rang vier und nur vier Zähler hinter Spitzenreiter SV Lackenbach. Trotz Verletzungssorgen und schmaler Kaderdecke zieht Friesenbichler ein positives Zwischenfazit – sein Team habe sich in vielen Partien stabil präsentiert, auch wenn die letzten Begegnungen vor der Winterpause Licht und Schatten boten. In der Rückrunde soll nun an die starken Auftritte gegen Oberloisdorf und Lockenhaus-Rattersdorf angeknüpft werden, um den Abstand zur Spitze zu verkürzen.

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Friesenbichler sprach von einer starken Hinrunde. Gegen Lackenbach habe Rohrbach „die ersten 30 Minuten sensationell dominiert“, am Ende jedoch durch individuelle Fehler verloren. Danach folgte die richtige Antwort: Siege gegen den SV Oberloisdorf und den SC Lockenhaus-Rattersdorf brachten wichtige Punkte, ehe das 0:0 gegen den ASV Pöttsching und eine Niederlage bei Bad Sauerbrunn 1b die Halbserie abschlossen.
Die Verletzungsprobleme am Saisonende hätten Zähler gekostet – unter anderem fielen Dominik Stöger und Andreas Mihalits länger aus. Inzwischen trainieren beide wieder vollständig mit.
In der Winterpause gab es moderate, aber gezielte Veränderungen. Ein Abgang steht fest, dazu kamen zwei neue Akteure: ein offensiver Mittelfeldspieler vom FAC sowie ein ungarischer Defensivspieler, der die Stabilität erhöhen soll.
Die Integration verläuft positiv, das Team präsentierte sich in der Vorbereitung bereits als Einheit. „Die Atmosphäre ist sehr gut“, betonte der Trainer, der vor allem die Einstellung seiner Mannschaft hervorhob: Alle hätten ihr Heimtrainingsprogramm konsequent absolviert und seien körperlich topfit.
Aktuell rangiert Rohrbach mit 30 Punkten aus 16 Spielen im unmittelbaren Verfolgerfeld hinter Lackenbach, Neudörfl, Marz und 7023 Z-S-P. Friesenbichler blickt dennoch gelassen auf die kommende Rückrunde: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Der 48-Jährige sieht den Schlüssel zum Erfolg in der Kontinuität – personell bleibt im Verein alles unverändert, die Grundstruktur steht. Besonders die Derbyduelle gegen Marz bezeichnete er als „immer sehr stark“.
Der Coach erwartet ein enges Rennen an der Tabellenspitze, in dem Kleinigkeiten über Aufstiegschancen entscheiden werden. Mit der Rückkehr der Leistungsträger und der Verstärkung im Zentrum sollen Stabilität und Effizienz weiter steigen: Rohrbach will sich in den kommenden Wochen in die Top vier zurückspielen – und vielleicht noch einmal zur Spitze aufschließen.