II. Liga Mitte, 19. Runde: Im Duell des Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I gegen ASKÖ Waldquelle Kobersdorf kassierte der Gastgeber eine 0:3-Niederlage; bereits zur Pause stand es 0:3. Trainer Wilhelm Leser ordnete den Nachmittag klar ein: Sein Team verschlief den Beginn, Kobersdorf nutzte die Fehler eiskalt. Die Treffer der Gäste fielen früh und gebündelt – Endrit Kuqi (9.), Tamas Szabo (20.) und Ante Bezer (25.) stellten rasch die Weichen. Leser sprach von einer missglückten Anfangsphase, einer risikoreichen Umstellung nach der Pause und mehreren vergebenen Möglichkeiten, die zumindest den Anschluss hätten bringen können.

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Der Ticker verzeichnete einen Start nach Maß für ASKÖ Waldquelle Kobersdorf: In der 9. Minute traf Endrit Kuqi zum 0:1, in der 20. Minute legte Tamas Szabo das 0:2 nach. Nur fünf Minuten später erhöhte Ante Bezer auf 0:3 (25.). Damit war bereits zur Halbzeit der Endstand hergestellt.
Lesers Schilderung der Gegentore deckt sich mit der Chronologie: ein abgefälschter Schuss mit verwertetem Nachschuss, ein schwerer Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft inklusive Torhüter sowie ein weiterer Ball, der nicht festgehalten wurde und per Abstauber im Netz landete.
Leser erklärte, was geplant war – und was zunächst nicht funktionierte: „Wir wollten den Gegner hoch anlaufen und zu Fehlern zwingen. Das hat in den ersten 20, 25 Minuten absolut nicht funktioniert, weil wir es schlicht nicht gemacht haben. In der zweiten Halbzeit hat die Umstellung gut gegriffen, wir hatten das Spiel besser im Griff. Es war zwar risikoreich, aber leider ist uns offensiv nichts geglückt.“ Nach seiner Einschätzung war der Ballbesitz vor der Pause relativ ausgeglichen, danach lag er bei seiner Mannschaft – ohne Ertrag.
Konkrete Möglichkeiten, wieder heranzukommen, sah Leser mehrfach: In der ersten Halbzeit vergab ein Stürmer eine Hundertprozentige. Marcel Winkler hatte vor der Pause eine gute Gelegenheit, nach der Pause zudem zwei starke Möglichkeiten.
Und ein eingewechselter Spieler kam nach einem Abpraller des Torhüters zu einer Topchance, setzte den Ball jedoch über das Tor. „Es wäre möglich gewesen, nochmals ranzukommen – aber wenn man keine Tore schießt, wird es schwierig, ein Spiel zu gewinnen. Vor allem, wenn man dazu noch vermeidbare Gegentreffer kassiert. Dann ist die Niederlage verdient“, so Leser.
Zur Spielleitung sagte Leser, das Schiedsrichterteam sei sehr gut gewesen; lediglich eine Gelbe Karte gegen einen Mittelfeldspieler seiner Mannschaft habe er nicht nachvollziehen können. Personell blickt er auf angeschlagene Kräfte: Es gebe verletzte Spieler, die vielleicht in den nächsten zwei bis drei Wochen zurückkehren. Zudem stehen mehrere Akteure bei Gelb vor einer Sperre. Der Ausblick ist dennoch klar: „Ich hoffe, dass es besser wird – und dass wir beim nächsten Telefonat über positivere Ereignisse sprechen können. Am Samstag geht es nach Pötsching; dort wollen wir Punkte mitnehmen.“