Im Duell der II. Liga Mitte bei SV Draßmarkt setzte sich Hannes Friesenbichler, Trainer von SV Rohrbach, mit seiner Mannschaft eindrucksvoll durch. Das Spiel endete 4:0, zur Pause stand es 1:0. Den Führungstreffer erzielte Andreas Huber in der 38. Minute. In der Schlussphase gelang Norbert Füleki ein Doppelpack durch Tore in der 81. und 87. Minute. Balint Visy sorgte mit seinem Tor in der 92. Minute für den Endstand von 4:0. Friesenbichler beschreibt eine Partie, in der sein Team den Ball laufen ließ, geduldig blieb und den Gegner über weite Strecken kontrollierte. Entscheidende Phasen sah er kurz vor der Pause beim Führungstreffer durch Andreas Huber und in der Schlussphase. In seiner Analyse betont er Dominanz, kollektiv starke Arbeit gegen den Ball und hohe Präsenz bei Standards – in einer insgesamt fair geführten Begegnung. Für die nächste Aufgabe fordert er denselben Auftritt: kompakt, kombinationsstark und effizient im Abschluss.
Friesenbichler ordnet den Verlauf als klaren Dominanzauftritt seines Teams ein. Beim Ballbesitz spricht er von einem gefühlten Verhältnis von 70:30 bis 80:20 zugunsten seiner Mannschaft. Es gab lediglich eine kurze Phase nach der Pause, in der Draßmarkt etwas mehr versuchte. Einen Schlüsselmoment sah er beim knappen Zwischenstand: „Draßmarkt hatte im ganzen Spiel eine Situation, in der sie aus zentraler Position von zwölf bis 13 Metern zum Abschluss kamen – beim Stand von 1:0. Da hätte die Partie eventuell kippen können. Unterm Strich hatten wir aber noch drei bis vier hundertprozentige Chancen – der Sieg hätte sogar höher ausfallen können.“
Dass die Gäste nicht nur aus dem Spiel heraus, sondern auch bei ruhenden Bällen gefährlich wurden, war dem Trainer ein besonderes Anliegen: „Defensiv haben wir eigentlich alles sehr gut wegverteidigt. Die zwei, drei Eckbälle, die Draßmarkt hatte, konnten wir sehr gut entschärfen. Die Außeneinwürfe eigentlich auch – trotz des engen Platzes von der Breite her. Offensiv waren wir immer gefährlich, vor allem bei den Eckbällen.“ Sinnbildlich dafür stand das 2:0 in der 81. Minute: Nach einer Ecke köpfte Christopher Scheiber an die Latte, Norbert Füleki staubte per Kopf ab. Füleki vollendete in der 87. Minute seinen Doppelpack. Die 92. Minute brachte das 4:0 durch einen Treffer von Balint Visy. Die Kombination aus Stabilität bei gegnerischen Ecken und eigener Wucht nach Standards prägte die Partie entscheidend – gerade weil drei Treffer in der Schlussphase fielen.
Taktisch blieb Rohrbach stringent: „Wir sind bei unserem ursprünglichen Plan geblieben und haben den durchgezogen.“ Auch die Tonart auf dem Feld gefiel dem Coach: „Wir haben das Kombinationsspiel forciert, Draßmarkt hat körperlich dagegengehalten. Insgesamt war es sehr fair – von beiden Seiten.“ Für die anstehenden Aufgaben formuliert er einen klaren Maßstab: „Wir wollen wieder so auftreten wie jetzt in Draßmarkt: sehr kompakt als Team. Mit unserem Kombinationsfußball den Gegner müde spielen und unsere Chancen eiskalt nutzen, um zu drei Punkten zu gelangen.“